ARD : Kleinert vertritt Kachelmann bei "Wetter im Ersten"

Claudia Kleinert wird in dieser Woche für Jörg Kachelmann die Wettermoderationen in der ARD übernehmen. Der Chefredakteur der ARD-"Tagesschau" erklärte unterdessen, warum die meistgesehene deutsche Nachrichtensendung am Montagabend den Fall Kachelmann nicht aufgegriffen hat.

Claudia Kleinert vertritt Jörg Kachelmann
Claudia Kleinert vertritt Jörg KachelmannFotos: dpa,ddp

Die 40-jährige Claudia Kleinert präsentiert bis einschließlich Sonntag die Sendung "Wetter im Ersten", die jeweils vor der 20-Uhr-"Tagesschau" und nach den "Tagesthemen" läuft. Über den Moderationsplan der kommenden Woche sei noch nicht entschieden, teilte die ARD-Programmdirektion in München am Dienstag mit. Die Wettersendung wird im Wechsel von vier Moderatoren präsentiert; neben Kachelmann und Kleinert sind das Sven Plöger und Alexander Lehmann.

Kachelmanns weiterer Einsatz hängt vom Verlauf des Strafverfahrens gegen ihn ab. Seit Samstag sitzt der 51-Jährige in Mannheim in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, seine langjährige Freundin nach einem Beziehungsstreit vergewaltigt zu haben. Kachelmanns Firma Meteomedia wies die Anschuldigungen zurück.

Der Chefredakteur der ARD-"Tagesschau", Kai Gniffke, erklärte in seinem Blog auf "tagesschau.de", warum die meistgesehene deutsche Nachrichtensendung am Montagabend den Fall Kachelmann nicht aufgegriffen hat. "Wir waren uns wohl bewusst, dass man uns (...) vorwerfen wird, dass wir die Nachricht von der Verhaftung des Wetteransagers unterdrückt hätten. Trotzdem haben wir uns gegen eine Meldung in dieser Sache entschieden", schrieb er in dem Blog am späten Montagabend. Auch bei "Moderatoren, Schauspielern und Showstars" anderer Sender hätte die "Tagesschau" verzichtet. "Warum dann also bei Kachelmann? Weil er ein ARD-Gesicht ist? Nur damit uns ja keiner Parteilichkeit vorwirft? Ich denke nicht daran, aus diesem Grund das Profil der Tagesschau zu verändern (...) Diese Promi-Krimi- Vorwurf-Mixtur hat in einer Tagesschau im jetzigen Stadium nix verloren." (dpa)

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