ARD-Late-Night : Schmidt rents a Pocher

Oliver Pocher freut sich, zukünftig "mit Herrn Schmidt und neben Herrn Silbereisen den Jugendwahn bei der ARD weiter voranzutreiben". Auch eine eigene Sendung für den "B-Promi" ist wahrscheinlich, die Zukunft von Manuel Andrack hingegen wird ungewiss.

München - Fernseh-Zyniker Harald Schmidt will mit Hilfe von Oliver Pocher seine Late-Night-Show in der ARD auffrischen. Ab dem 25. Oktober wird der junge Comedian immer donnerstags um 22.45 Uhr zusammen mit Schmidt moderieren, teilte ARD-Programmdirektor Günter Struve in München mit. Wie ein ARD-Sprecher auf Anfrage sagte, kam der Vorschlag zum Engagement Pochers von Schmidt selbst. Mit der Verlängerung der Sendung auf eine Stunde bei nur noch einer statt zwei Shows die Woche sehe Schmidt sich vor die Situation gestellt, das Konzept der Sendung zu verändern. Was aus dem bisherigen Co-Moderator Manuel Andrack wird, steht demnach noch nicht fest.

ARD buhlt um junge Zuschauer

Struve erklärte, er sei sicher, dass Pocher, der derzeit als "B-Promi" auf Tour ist, an der Seite von Schmidt "ganz schnell zum A-Promi aufsteigen" werde. WDR-Programmdirektorin Verena Kulenkampff erklärte, der Sender freue sich auf ein neues Gesicht an der Seite von Schmidt. "Oliver Pocher steht für eine junge Zielgruppe und wird der Sendung neue Impulse geben."

Schmidt erklärte, "Herr Pocher und ich werden wöchentlich auf das einschlagen, was wir am meisten lieben: das Fernsehen." Oliver Pocher erklärte, er nehme die Herausforderung an, "mit Herrn Schmidt und neben Herrn Silbereisen (Musikantenstadl) den Jugendwahn bei der ARD weiter voranzutreiben".

Die Kosten für Pocher übernimmt Schmidt

Die ARD nahm den bisher bei ProSieben tätigen Pocher exklusiv unter Vertrag. Neben der Co-Moderation bei Schmidt sei es durchaus wahrscheinlich, dass der 29-Jährige auch eine eigene Show bekomme, sagte der Sprecher der Sendergruppe. Zusätzliche Kosten würden den Gebührenzahlern durch die Verpflichtung bei Schmidt aber nicht entstehen. Pocher werde von Schmidt und dessen Produktionsfirma bezahlt.

Der Vertrag zwischen der ARD und dem 49-Jährigen wird aber derzeit neu verhandelt. Nachdem die ARD Schmidts Sendung wegen der neu ins Sendeschema aufgenommenen Politik-Talkshow "Hart aber fair" von Frank Plasberg nur noch einmal die Woche ausstrahlt, ist der bisherige Entwurf für die Vertragsverlängerung hinfällig. Ein neuer Vertrag sei aber nur Formsache. (tso/AFP/AP)

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