Artenschutz : USA verbieten Fang von Lachsen an Westküste

US-Behörden haben den diesjährigen Lachsfang an der amerikanischen Westküste wegen einer Bedrohung der Fischbestände erneut verboten.

San FranciscoDies ist bereits das zweite Jahr in Folge, dass ein derartiges Fangverbot für Lachse ausgesprochen wird. Gouverneur Arnold Schwarzenegger erklärte einen Notstand und drängte die Regierung auf eine rasche Finanzspritze für die betroffenen Fischer. Durch den Ausfall der Fangsaison gehen nach Schätzungen der Behörde für Fisch und Wild Einnahmen in Höhe von knapp 280 Millionen Dollar (216 Millionen Euro) sowie 2690 Arbeitsplätze verloren.

Das Fangverbot in Kalifornien und Oregon, welches auch für Freizeitangler gilt, betrifft den Chinook- oder Königslachs, der im pazifischen Meer verbreitet ist. Die Fischsaison dauert von Anfang Mai bis Ende Oktober. Hunderttausende Lachse kehren üblicherweise im Herbst zum Laichen in den Sacramento River in Kalifornien zurück, im vergangenen Jahr schwammen nur noch 60.000 Tiere den Fluss hoch. Bereits im Herbst 2007 war die Population mit rund 90.000 Wildlachsen bedrohlich gesunken – fünf Jahre zuvor waren es noch über 700.000 Fische. (ds/dpa)

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