Welt : Aschewolke verschont Deutschland

Frankfurt am Main - Trotz des unverändert aktiven Vulkans auf Island gibt die Deutsche Flugsicherung (DFS) für den Himmel über Deutschland vorerst Entwarnung. „Bis auf weiteres kann uneingeschränkt geflogen werden, wahrscheinlich mindestens bis Dienstag“, sagte eine DFS-Sprecherin am Sonntag.

In Irland und Großbritannien wurden am Sonntag dagegen Teile des Luftraums wegen der Aschewolke geschlossen. Die Flughäfen in London blieben aber offen. Die Vulkanasche-Wolke über dem Norden Großbritanniens ist nach neuesten Messungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) etwa drei Kilometer dick. Sie habe sich im Luftraum zwischen 4000 und 7000 Metern ausgebreitet, berichtete DLR-Sprecher Andreas Schütz am Sonntagabend nach Rückkehr eines Messflugzeugs vom Typ Falcon nach Oberpfaffenhofen bei München. Ob die Asche nach London weiterzieht, hänge vom Wetter ab. Wenn überhaupt, werde dort aber erst von Dienstag an mit Problemen gerechnet, hieß es.

Nach seiner Kritik an Sichtflügen während der Luftraumsperre im April scheidet Lufthansa-Sicherheitspilot Jürgen Steinberg am 1. August aus seiner Funktion aus. Dies geschehe in beiderseitigem Einvernehmen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Steinberg hatte sein Ja zu Sichtflügen bedauert und gesagt, dies dürfe sich nicht wiederholen. Er bleibt aber Pilot.

Der Billigflieger Ryanair soll in Italien drei Millionen Euro Strafe zahlen, weil er im Vulkanasche-Chaos gestrandeten Passagieren nicht genug geholfen hat. Das italienische Amt für Flugsicherheit (ENAC) verdonnerte Ryanair zu der Geldstrafe, berichtete die römische Zeitung „La Repubblica“. Die Fluglinie habe auf dem römischen Flughafen Ciampino in mindestens 178 Fällen Passagiere unzureichend mit Lebensmitteln, Getränken, Hotelbetten oder Ersatzflügen versorgt.    dpa

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