Atlantis-Mission : Astronaut Schlegel auf dem Heimflug

Der deutsche Astronaut Hans Schlegel befindet sich nach erfolgreicher Mission auf dem Rückweg zur Erde. Das Shuttle legte am Vormittag von der Internationalen Raumstation ISS ab.

Hans Schlegel
Abschied von den ISS-Kollegen. -Foto: AFP

Berlin/Houston Nach neuntägigen Forschungsarbeiten koppelte die US-Raumfähre "Atlantis" am Montag um 10:24 Uhr von der ISS ab, teilte die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa in Houston (Texas) mit. Die Landung auf dem Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral in Florida ist für Mittwoch geplant.

Bereits am Sonntagabend waren die Luken zwischen beiden Raumflugkörpern geschlossen worden. Zuvor hatten sich die zehn Astronauten aus vier Nationen herzlich voneinander verabschiedet. Die amerikanische ISS-Kommandantin Peggy Whitson setzt mit ihren russischen und französischen Bordingenieuren Juri Malentschenko und Leopold Eyharts den Flug fort. Esa-Astronaut Eyharts, der mit Schlegel "Columbus" zur ISS begleitet hat, wird das europäische Forschungslabor voll in Betrieb nehmen.

Schwierige Außeneinsätze

Die "Atlantis" war am 7. Februar gestartet und hatte zwei Tage später an der ISS angelegt. Bei drei "Weltraumspaziergängen" haben die Shuttle-Astronauten das knapp 13 Tonnen schwere Labor an die Station umgesetzt und zwei externe Wissenschaftsplattformen an ihm montiert. Zudem tauschten sie einen Stickstofftank für das Kühlsystem der ISS aus. An diesem Ausstieg war auch Schlegel beteiligt. Ursprünglich sollte er bei der Umsetzung von "Columbus" mithelfen, doch dann musste er wegen gesundheitlicher Probleme durch den US-Kollegen Stanley Love ersetzt werden.

Mit dem Shuttle kehrt auch Daniel Tani zur Erde zurück. Der Amerikaner hatte in den vergangenen Monaten als zweiter Bordingenieur in der 16. ISS-Stammbesatzung gearbeitet. Seinen Platz nimmt Eyharts ein. Das 880 Millionen Euro teure "Columbus"-Labor soll rund zehn Jahre der Langzeitforschung unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit dienen. Bisher wurden weit mehr als 300 Experimente eingereicht, darunter fast 40 Prozent aus Deutschland. (küs/ddp)

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