Atlantis-Mission : Astronauten beenden vierte Hubble-Reparatur

Weltraummonteure in Action: Mike Massimino und Michael Good konnten mit zum Teil roher Gewalt vier von fünf Reparaturen am Weltraumteleskop Hubble beenden. Heute soll die Mission abgeschlossen werden.

Hubble
Hubble. Vier von fünf Reparaturen sind abgeschlossen. -Foto: dpa

Die Reparatur des Weltraumteleskops Hubble kommt voran - am Sonntag gelang es den beiden Weltraummonteuren Mike Massimino und Michael Good, einen defekten Spektrographen instand zu setzen. Das Gerät, das Licht in sein Wellenspektrum zerlegt und damit die Beobachtung von Schwarzen Löchern sowie anderen Phänomenen des Weltalls erlaubt, war fünf Jahre lang außer Betrieb.

Um an das Schaltbrett des Spektrographen zu gelangen, mussten die beiden Astronauten der Raumfähre Atlantis 111 Schrauben lösen, mit denen die Deckplatte befestigt war. Anders als erwartet war das größere Problem aber ein verschlissener Bolzen an einem Handlauf, der den Zugang zum "Space Telescope Imaging Spectrograph" (STIS) versperrte. Massimino schlug den Griff schließlich mit schierer Gewalt ab.

"Toller Job, den ihr heute gemacht habt", lobte ein Nasa-Mann im Kontrollzentrum in Houston den erfolgreichen Einsatz des Weltraumteams.

Hubble soll bis 2015 weiter laufen Es war der vierte von insgesamt fünf geplanten Außeneinsätzen während des elftägigen Aufenthalts des Raumschiffs Atlantis. Bereits am Samstag war zwei anderen Astronauten erfolgreich eine schwierige Reparatur gelungen. John Grunsfeld und Andrew Feustel schafften es, eine Kamera weitgehend wieder in Gang zu bringen, für die eine Reparatur im All eigentlich nie vorgesehen war. "Ein großer Tag des Weltraumspaziergangs", kommentierte Shuttle-Kapitän Scott Altmann.

Am Montag steht der fünfte und letzte Außeneinsatz der Atlantis-Mission an, bei der die Astronauten vor allem Batterien auswechseln müssen. Hubble schwebt seit 1990 im All und kostete bisher 6,9 Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro). Wenn bei der Wartungsmission alles klappt, soll das Teleskop bis mindestens 2015 weiterarbeiten. Dann soll es durch das Weltraumteleskop "James Webb" ersetzt werden. (Zeit online/rtr/dpa)

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