Welt : Auf Patrouille mit Schaf und Schuhbürste

Heute aus L.A. und Hamburg

Christoph Link

Antonio Banderas , Schauspieler, sieht sich nicht als Macho und Sexsymbol. „Wenn mich die Leute in meinem

häuslichen Umfeld sehen würden, wären sie überrascht, wie unspektakulär ich eigentlich bin“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Er kümmere sich wirklich nicht darum, wie er aussehe.

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Bully Herbig , Komiker, hat zu der Crew seines „(T)Raumschiffs Surprise“ nach eigenen Worten ein schwuler Visagist inspiriert. „Die Besatzung würde es nicht geben, wenn mich nicht irgendwann ein homosexueller Maskenbildner für eine Fernsehshow geschminkt hätte“, sagte Herbig dem Magazin „Neon“. „Und als ich abends mal mit meinem Co-Autor Alfons Biedermann einen Alien-Sketch schreiben sollte, sagte ich: Was wäre denn, wenn das Alien schwul ist? Dann hab’ ich das Alien mit dem Maskenbildner kombiniert, und wir lagen vor Lachen am Boden.“ Der Visagist wisse nichts von seiner Patenschaft. dpa (2)

Nairobi - Halb Kenia lacht über eines falschen Polizisten. Der junge Mann Amboko hatte sich eine Dienstuniform der Polizei besorgt und war damit im Slum Kibera auf Patrouille gegangen. Kibera ist mit 600 000 Menschen der größte Slum von Nairobi. Die Dunkelheit der Nacht hatte sich Amboko zu Nutze gemacht und war auf Patrouille gegangen. „Ihren Ausweis bitte!“ Allein diese Frage brachte Amboko flugs 50 oder 100 Kenianische Schillinge ein, umgerechnet 50 Cents beziehungsweise einen Euro. Zum Bezahlen aufgefordert waren auch Betrunkene, denn Trunkenheit in der Öffentlichkeit ist eine Ordnungswidrigkeit. Auch wen er mit einer Haschisch-Zigarette im Mund erwischte, erlegte Amboko eine sofort zu zahlende Geldbuße auf. Das Rauchen von „Bhang“ ist eine Straftat in Kenia und kann mit langen Gefängnisstrafen geahndet werden, weshalb Amboko hier höhere Sätze verlangte. Schutzlos ging der falsche Polizist nicht auf Streife. In seinem Gürtel steckte eine Dienstpistolen-Attrappe in Form einer Schuhbürste. Als Diensthund führte er sein treues Schaf mit sich. In diesem Aufzug ist es verständlich, dass sich Amboko betrunkenen Passanten näherte.

In den Medien schildert Amboko, dass ihn Mietschulden von 1500 Schillingen zum „Streifengang“ zwangen, sein Vermieter habe ihn rauswerfen wollen, nachdem er seinen Job verloren hatte. „Belästigung und Erpressung von Passanten“, werfen ihm seine Kollegen von der echten Polizei nun vor.

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