AUGENZEUGEN : „Wir konnten Schreie hören. Wir haben gebetet“

Was Überlebende des Zugunglücks berichten:

„Es gab kein Abbremsen, nur

den Krach, die Lichter gingen aus und Menschen schrien“, sagte der Passagier Dariusz Wisniewski einem Fernsehsender. „Als wir rauskamen, sahen wir die Leichen und die Verletzten und auch die verbogenen Trümmer. So was hatte ich noch nie gesehen.“ Ein weiterer Überlebender berichtete: „Es fühlte sich an wie ein Schlag. Alles flog durcheinander, wir flogen wie Taschen durch das Abteil. Wir konnten Schreie hören. Wir haben gebetet.“

Ein Überlebender wird auf dem Internetportal wyborcza.pl mit den Worten zitiert: „Die ersten drei Waggons waren wie eine Ziehharmonika ineinandergeschoben. Ich war am Anfang des vierten Waggons eingeklemmt, nur einen halben Meter hinter dem Bereich der größten Zerstörung. Als es mir endlich gelang, auf den Korridor zu gelangen, dankte ich Gott.“

Im TV-Sender TVN24 berichtete ein anderer erleichtert: „Nur zwei Waggons haben mich vom Tod getrennt!“

Die Erleichterung, gerade noch davongekommen zu sein, war die erste Reaktion vieler Reisender. „Ich habe gesehen, wie sie aus den anderen Waggons die Leichen herausholten“, erzählten gleich mehrere Passagiere. „Es war für mich ein Schock, einfach ein Schock, als ich die vielen Leichen sah“, beschrieb auch einer der ersten am Unglücksort eingetroffenen Retter seine Eindrücke. Manche Passagiere können sich gar nicht genau an den Unfallhergang erinnern. Ein ukrainischer Reisender erzählte: „Vor dem Aufprall lehnte ich mit dem Kopf in Richtung zum Gang in meinem Sitz. Und plötzlich lag ich mit den Füßen nach oben auf der Wand des umgekippten Waggons, um mich herum schrien Menschen um Hilfe. Dazwischen erinnere ich mich nur noch an den Lärm.“ AFP/dpa

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