Welt : Australiens Feuerwehr rettet Touristenort

Menschen können in ihre Häuser zurückkehren. Aber noch kämpfen 550 Einsatzkräfte gegen Buschbrände.

Hilfe aus der Luft: Auch mit Hubschraubern werden die Brände bekämpft. Foto: dpa
Hilfe aus der Luft: Auch mit Hubschraubern werden die Brände bekämpft. Foto: dpaFoto: dpa

Sydney - Im Südosten Australiens kämpfen mehr als 550 Feuerwehrleute und Freiwillige gegen Buschfeuer. Am Samstag gelang es der Feuerwehr mit Unterstützung aus der Luft den Touristenort Halls Gap im Bundesstaat Victoria vor den Flammen zu schützen. Der Feuerwehrchef des Bundesstaates Victoria, Craig Lapsley, sagte, dank des mittlerweile kühleren Wetters sei die Krise in Halls Gap zunächst überstanden. Am Samstagnachmittag durften die Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Bislang wurde nur ein Todesopfer im Zusammenhang mit den Bränden gemeldet: Am Freitag kam eine Frau ums Leben, als ihr Haus in der Region Grampians rund 250 Kilometer westlich von Melbourne von den Flammen bedroht wurde. Sie starb allerdings nicht unmittelbar durch das Feuer.

Betroffen sind die Bundesstaaten South Australia und Victoria, wo noch 34 Brände lodern. Ein Feuer in der Region Barossa in South Australia bedrohe die Kleinstadt Turro, berichtete der Sender ABC im Internet. Insgesamt hoffen die Behörden jedoch, dass kühlere Temperaturen und nachlassender Wind zu einer Entspannung der Lage führen.

Der Brand in der Region Grampians war am Mittwoch ausgebrochen. 500 Menschen mussten sich vor den Flammen in Sicherheit bringen. Die meisten Brände wurden bei mehr als 40 Grad Hitze durch Blitzschläge ausgelöst. Die Flammen verbrannten nach Behördenangaben bis Samstag rund 100 000 Hektar Land. Tausende Schafe wurden durch die Brände getötet. Zwölf Feuer könnten von Brandstiftern gelegt worden sein.

Insgesamt wurden mehr als ein Dutzend Häuser zerstört. In Victoria brannten vier Häuser nieder, in South Australia mindestens zwölf. Die Feuerwehr habe sehr gute Arbeit geleistet, sagte der Premierminister von South Australia, Jay Weatherhill. Auch die Behörden in Victoria lobten die Einsatzkräfte. Man habe nach dem „Schwarzen Samstag“ sehr viel verbessert, sagte Weatherhills Amtskollege Denis Naphtine. An diesem Katastrophensamstag im Februar 2009 starben in Victoria 173 Menschen bei Buschfeuern. dpa

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