AWD-Gründer : Carsten Maschmeyer verklagt Schweizer Bank Sarasin

Carsten Maschmeyer hat offenbar Geld mit einem Steuersparmodell verloren – auch andere deutsche Prominente sollen betroffen sein. So wird auch Maschmeyers Verlobte Veronica Ferres genannt.

Carsten Maschmeyer, Veronica Ferres. Aus der angekündigten Hochzeit wurde bisher nichts. Foto: picture alliance / dpa
Carsten Maschmeyer, Veronica Ferres. Aus der angekündigten Hochzeit wurde bisher nichts.Foto: picture alliance / dpa

Carsten Maschmeyer, Gründer des Finanzkonzerns AWD, ist möglicherweise mit einem komplizierten Steuersparmodell einer Schweizer Bank auf die Nase gefallen. Gegenüber dem „Handelsblatt“ kündigte er eine Klage gegen die Schweizer Bank Sarasin an. Carsten Maschmeyer sieht sich demnach als Opfer einer falschen Bankberatung.

Neben Carsten Maschmeyer soll laut "stern" auch seine Verlobte Veronica Ferres Geld verloren haben

Carsten Maschmeyer, an dessen AWD seinerzeit viele Anleger ihr Geld überwiesen und sich später über Verluste beklagt haben, ist damit angeblich selber unter die Räder einer komplizierten Finanzkonstruktion gefallen.

Betroffen sind neben Maschmeyer laut „Stern“ auch seine Verlobte Veronica Ferres, Fußballtrainer Mirko Slomka und Prominentenanwalt Matthias Prinz, die angeblich Geld in diese Sheridan-Fonds steckten.

Das Schließen einer Gesetzeslücke hat die Investoren um Carsten Maschmeyer offenbar kalt erwischt

Bei diesem Steuersparmodell geht es um sogenannte Cum-Ex-Investments, die darauf beruhen, dass das Finanzamt die Kapitalertragssteuer zurückzahlt. Um gesetzliche Hürden zu umgehen, musste die Schweizer Bank mit Partnern im Ausland zusammenarbeiten. 2012 schloss der Gesetzgeber eine letzte Gesetzeslücke, was die Investoren offenbar kalt erwischte. Es gibt nach wie vor in der Schweiz die Möglichkeit, mit ausländischen Partnern verschachtelte Konzepte umzusetzen, mit denen die Steuer umgangen werden kann. Maschmeyer ist nach Angaben mehrerer Quellen Freund von Bankvorstand Eric Sarasin, dessen Bank von Maschmeyer nun verklagt wird.

Es ist völlig unklar, wie viele Prominente in Deutschland in nächster Zeit noch in die Schlagzeilen geraten, weil sie mit Schweizer Banken zusammengearbeitet haben.

Neue Zahlen über Uli Hoeneß: 400 Millionen auf dem Konto?

Zuletzt waren im Fall Uli Hoeneß neue Zahlen aufgetaucht. Laut „Stern“ lagen auf seinem Konto bei der Bank Vontobel bis zu 400 Millionen Euro. Im Prozess war von 150 Millionen die Rede gewesen, die sich Hoeneß durch Spekulation aneignete. Es habe zudem über die Jahre hohe Einzahlungen und Abbuchungen von Konten bei anderen Schweizer Banken gegeben. Wer da wem aus welchen Gründen Geld zukommen ließ, ist unklar. Auch prominente Bayern-Spieler hätten bei Vontobel Konten gehabt, hieß es. os

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