Baby in Kühltruhe : Mutter vor Gericht

Nach dem Fund eines Babys in einer Tiefkühltruhe muss sich eine junge Mutter seit Montag wegen Totschlags vor dem Landgericht Neubrandenburg verantworten.

Neustrelitz - Die Staatsanwaltschaft wirft der 21-Jährigen aus Neustrelitz vor, ihr Kind im Februar kurz nach der Geburt erstickt und die Leiche in der Kühltruhe versteckt zu haben. Das tote Mädchen wurde im Juli durch Zufall von der Schwester der Angeklagten entdeckt, die die Polizei verständigte.

Während der Ermittlungen sagte die Mutter unter anderem aus, sie habe die Schwangerschaft aus Angst um ihren Arbeitsplatz verheimlicht. Zum Tod ihrer kleinen Tochter machte sie unterschiedliche Aussagen. Zuletzt gab sie an, unmittelbar nach der Geburt ohnmächtig geworden zu sein. Während der Ohnmacht sei das Baby unglücklicherweise unter der Bettdecke erstickt. Das Gericht hat fünf Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Das Urteil wird noch in dieser Woche erwartet. (tso/AFP)

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