Bad Homburg : 21 Monate Haft für "U-Bahn-Schläger"

Immer wieder wird der junge Mann verurteilt - immer wieder fällt er durch neue Gewalttaten auf. Während der "U-Bahn-Schläger" gerade wieder wegen einer Messerattacke in U-Haft sitzt, hat ihn das Gericht jetzt verurteilt.

Frankfurt/MainEin als U-Bahn-Schläger bekanntgewordener 18-Jähriger ist am Dienstag in Frankfurt wegen versuchter räuberischer Erpressung zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt worden. Bestandteil dieser vom Amtsgericht verhängten Strafe ist auch eine frühere Verurteilung wegen einer Reihe unterschiedlicher Gewaltdelikte. Der 18-Jährige sitzt bereits wegen Verdachts des versuchten Totschlags in einem anderen Fall in Untersuchungshaft.

Bei dem Urteil am Dienstag ging es um einen Überfall auf ein junges Pärchen im Juli vergangenen Jahres in Bad Homburg. Zusammen mit zwei weiteren jungen Männern hatte der 18-Jährige das Paar misshandelt sowie der Frau das Mobiltelefon entwendet. Vor Gericht legten der 18-Jährige und ein anderer Angeklagter, der verwarnt wurde, Geständnisse ab. Der dritte Angeklagte wurde freigesprochen. Der Richter kritisierte scharf, dass sich der 18-Jährige nie an Auflagen des Gerichts gehalten hätte. Stattdessen habe er immer neue Straftaten begangen.

Koch kämpft für ein härteres Vorgehen

Der jugendliche Schläger hatte zu Jahresbeginn mit einem Kumpel einen Frankfurter U-Bahnfahrer brutal niedergeschlagen. Der Angriff hatte für erhebliches Aufsehen im hessischen Landtagswahlkampf gesorgt, in dem Ministerpräsident Roland Koch (CDU) für ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Jugendliche eingetreten war.

Der 18-Jährige Serientäter ist bereits wegen anderer Delikte rechtskräftig verurteilt und hätte die Strafe nach Gerichtsangaben "in nächster Zeit" antreten müssen. In der vergangenen Woche hatte er mit einem Kumpanen bei einem Streit einen Mann niedergestochen und schwer verletzt. Seitdem sitzen beide in U-Haft. Den Jugendlichen werden versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. (mpr/dpa)

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