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Banküberfall in Solingen : Angestellte in Tresorraum eingesperrt

Nach einem Banküberfall in Solingen ist die Polizei am Donnerstagabend wegen des Verdachts auf eine Geiselnahme zu einem Großeinsatz ausgerückt. Die Beamten konnten zwei Angestellte aus einem Tresorraum befreien.

Nach einem Banküberfall in Solingen in Nordrhein-Westfalen fehlte von dem bewaffneten Täter auch am Freitagmorgen noch jede Spur. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, sagte ein Sprecher der zuständigen Düsseldorfer Polizei. Die Polizei war am Abend wegen des Verdachts auf eine Geiselnahme zu dem Großeinsatz ausgerückt. Spezialkräfte durchsuchten die Bank.

Dreieinhalb Stunden nach der Tat konnten sie zwei Bankangestellte aus einem verschlossenen Tresorraum im Untergeschoss befreien. Der Täter war
offenbar sofort nach der Tat geflohen.

Der Überfall ereignete sich um 18.20 Uhr. Zunächst war die Lage sehr unübersichtlich. Durch Zeugen erfuhr die Polizei, dass die beiden Frauen noch in der Bank waren. Unklar war jedoch lange, ob der Täter überhaupt noch am Ort war.

Die Polizei schickte Spezialkräfte und sperrte die Umgebung weiträumig ab. Auch Sanitäter wurden vorsorglich herbeigerufen. Etwa um 22.00 Uhr berichtete die Polizei, dass die beiden Frauen im Alter von 21 und 22 Jahren befreit werden konnten.

Sie seien körperlich unversehrt, hätten jedoch einen Schock erlitten. Aus dem verschlossenen Raum heraus hatten sie keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen können. Beide wurden durch Seelsorger betreut. Nach dem Täter wird nun gefahndet. (dpa)

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