Welt : Banon tritt Strauss-Kahn gegenüber Mutmaßliches Opfer will die Konfrontation

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Berlin - Die Pariser Staatsanwaltschaft hat für die kommende Woche eine erste Gegenüberstellung der französischen Journalistin und Autorin Tristane Banon mit dem ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn (DSK) anberaumt. Das berichtet die Tageszeitung „Le Monde“. „Die Polizei hat mich gefragt, ob ich zu einer Gegenüberstellung bereit bin und ich habe natürlich Ja gesagt. Ich möchte, dass er mir gegenübertritt und mir ins Gesicht sagt, dass ich das alles nur erfunden habe“, sagte Banon am Donnerstag dem französischen Radiosender RTL. „Le Monde“ zufolge hätten die Anwälte von DSK seine Bereitschaft zur Begegnung signalisiert.

Die 32-Jährige wirft dem 62-Jährigen vor, 2003 in einem Pariser Appartement versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Im Juli dieses Jahres erstattete sie Anzeige. DSK bestreitet die Tat und reagierte mit einer Gegenanzeige wegen Verleumdung. Derzeit prüft die französische Staatsanwaltschaft die Anzeige. Banon kündigte am Montag bei ihrem Auftritt bei Canal Plus an, eine Zivilklage einreichen zu wollen, falls kein Strafverfahren eingeleitet werde. „Ich werde bis zum Äußersten gehen“, sagte sie RTL. „ Le Parisien“ berichtete, Banon sei von weiteren mutmaßlichen Opfern von DSK kontaktiert worden. Banon sagte, sie rate den Frauen zu einer Anzeige, verstehe aber ihre Ängste. Sie selbst hatte ihn damals u. a. auf Anraten ihrer Mutter, der sozialistischen Politikerin Anne Mansouret, nicht angezeigt. Erst nachdem ein Zimmermädchen in New York DSK der Vergewaltigung beschuldigt hatte, entschied sich Banon dazu. Das Strafverfahren in den USA war wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens eingestellt worden. dhe

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