Welt : "Bayern-Oscar": Für Stoiber ist Adorf ein "deutsches Phänomen"

Die Staatskanzlei in München nennt ihn den "Bayern-Oscar" - und in der Tat kann der Bayerische Filmpreis mit 800 000 Mark Preisgeldern beeindrucken. Gefeiert von einem Großaufgebot deutscher Stars ist der Preis am Freitagabend verliehen worden. Der "Bayern-Oscar" wird in elf Kategorien vergeben und gilt als eine der renommiertesten Film-Auszeichnungen in Deutschland. Am Sonnabend feierten die Preisträger und die übrige Prominenz ihren "Bayern-Oscar" beim Deutschen Filmball in München weiter.

Ministerpräsident Edmund Stoiber erklärte bei der Preisverleihung im Münchner Cuvilliestheater, Ziel der Staatsregierung sei es, den Film- und Medienstandort Bayern gegenüber der US-Konkurrenz zu stärken. Mario Adorf nannte er ein "deutsches Phänomen". Hannelore Elsner und Benno Fürmann erhielten Darstellerpreise. Hannelore Elsner bekam den mit 30 000 Mark verbundenen Preis für ihre Rolle in dem Film "Die Unberührbare". Benno Fürmann wurde für seine Rolle in dem Film "Freunde" mit der Trophäe geehrt. Mario Adorf - "Deutschlands beliebtester Schauspieler" - wurde für sein Lebenswerk geehrt. Nachwuchsdarstellerpreise gingen an Fritzi Haberlandt, Robert Stadlober und Tom Schilling. Den Produzentenpreis teilen sich Vanessa Jopp ("Vergiss Amerika") und Jobst Oetzmann ("Die Einsamkeit der Krokodile"). Dreimal wurde "Das Experiment" ausgezeichnet: Regisseur Oliver Hirschbiegel, Kameramann Rainer Klausmann sowie die Drehbuchautoren Mario Giordano, Christoph Darnstädt und Don Bohlinger durften sich freuen. Ester Gronenborn bekam den Nachwuchsregiepreis. Im Rahmen der Filmpreis-Gala vergab auch die Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmrechten (VGF) erneut einen mit 100 000 Mark dotierten Preis. Er ging an das Produktionsduo Hofmann & Voges für den Publikumsrenner "Erkan und Stefan".

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