Bayern : Schwerer Schlag gegen Rauschgifthandel

Zwischen Toastern und Kaffeemaschinen hat die bayerische Polizei 224 Kilo Haschisch im Wert von rund einer Million Euro entdeckt. Das ist die größte in Bayern entdeckte Haschischmenge seit vier Jahren.

AmbergDer Polizei in Bayern ist ein bedeutender Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. Bei einer fingierten Übergabe stellten Beamte in Amberg 224 Kilogramm Haschisch sicher. Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) handelt es sich um die größte in Bayern entdeckte Haschischmenge seit vier Jahren. Drogendealer hatten einem verdeckten Ermittler der Polizei eine geringere Menge Cannabis und die synthetische Droge Crystal-Speed angeboten. Bei der Übergabe wurden drei Männer im Alter zwischen 28 und 38 Jahren festgenommen.

Ein 28 Jahre alter Dachdecker und ein 33 Jahre alter Automechaniker hatten mit einem als Scheinaufkäufer in der Szene tätigen Kripo-Ermittler über 300 Gramm Rauschgift verhandelt. Bei der vereinbarten Übergabe erschienen die Dealer gemeinsam mit ihrem Lieferanten, einem 38 Jahre alten Gastronomen und Kurierfahrer. In einem mit Haushaltsgeräten beladenen Transporter entdeckten die Polizisten dann zwischen Kaffeemaschinen und Toastern versteckt 224 Kilogramm Haschisch. Gegen die aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg stammenden Männer wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen.

Das Rauschgift war von der Kriminalpolizei bereits im März dieses Jahres sicher gestellt, der Fund allerdings erst jetzt bekannt gegeben worden. Die Ermittler versuchen, im Umfeld des Trios weitere Drogendelikte aufzuklären. Nach Angaben eines LKA-Sprechers soll auch überprüft werden, ob die Männer schon häufiger mit Drogen handelten. Zuletzt war Anfang 2003 an der bayerisch-österreichischen Grenze eine ähnlich große Haschischmenge gefunden worden. Damals wurden bei Passau 254 Kilo der Droge sichergestellt und vier Männer festgenommen. (mit dpa)