Bayern : Vogelgrippe-Verdacht in Nutztierbetrieb

Ein Geflügelmastbetrieb im nordbayerischen Landkreis Lichtenfels ist möglicherweise von der Vogelgrippe betroffen. Der gesamte Bestand des Betriebes wurde noch in der Nacht zum Montag vorsorglich getötet.

Lichtenfels - Nach Angaben des Landesverbraucherministeriums vom Montag hat ein Schnelltest bei sieben verendeten Jungenten eines Geflügelmastbetriebs im oberfränkischen Lichtenfels Grippeviren vom Typ A nachgewiesen. Ob es sich bei dem Erreger um den gefährlichen Subtyp H5N1 handelt, ist noch offen. Die Proben wurden zur weiteren Untersuchung in das Friedrich-Löffler-Institut auf die Ostseeinsel Riems gebracht. Bislang wurde der H5N1-Erreger in Deutschland nur bei Wildvögeln, Katzen und einem Steinmarder festgestellt.

Der gesamte Bestand des fränkischen Betriebes wurde noch in der Nacht zum Montag vorsorglich getötet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) handelt es sich um 200 bis 300 Tiere. Weitere Einzelheiten wollen Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) und der Leiter des Krisenstabs «Geflügelpest», Norbert Rehm, am Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen bekannt geben. (tso/dpa)

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