Welt : Becker gegen Becker: Zahlt Boris 30 Millionen an Barbara?

Der Rosenkrieg zwischen Boris und Barbara Becker ist vorerst beigelegt. Beide hätten sich in Miami außergerichtlich geeinigt, erfuhr die dpa am Sonntag. Boris Becker habe Miami am Sonnabend verlassen. Nach Angaben der "Bild am Sonntag" ("BamS") soll Barbara Becker 30 Millionen Mark bekommen. Die Summe wurde dpa aus dem Umfeld des Ex-Tennisstars jedoch nicht bestätigt.

Nach Angaben der Zeitung teilen sich beide das Sorgerecht für die Söhne Noah (6) und Elias (1). Nach dem letzten Stand der Dinge bleibt den Beckers damit der nächste Termin am Bezirksgericht in Miami am 18. Januar, dem siebten Geburtstag von Sohn Noah, erspart. Boris Becker wird dann vermutlich wieder nach Florida reisen.

Bei der ersten Anhörung am 4. Januar war Becker vom Anwalt seiner Ehefrau hart in die Mangel genommen worden. Fragen zu Vermögen, Geschäftsverträgen und Familienleben wurden dabei über Stunden live im deutschen Fernsehen übertragen. Er wolle seiner Familie noch mehr Öffentlichkeit ersparen, hatte Becker gesagt. "Weil ich Angst um das Leben meiner Kinder und meiner Frau habe." Sein Wunsch, die Öffentlichkeit auszuschließen, wurde vom Richter abgelehnt. Nach der nächsten Anhörung am 8. Januar, die nur wenige Minuten dauerte, wurde den Streitenden eine Frist von zehn Tagen gewährt, um gemeinsam eine außergerichtliche Lösung zu finden. Ein Tauziehen begann: Er habe ihr 15 Millionen geboten - drei Mal so viel wie im Ehevertrag vorgesehen, hieß es. Barbara habe jedoch 45 Millionen gefordert. Nun erhält sie nach sieben Jahren Ehe angeblich 30 Millionen Mark. Außerdem soll sie die Luxus-Etage auf der Prominenten-Insel Fisher Island nahe Miami oder das Haus in München-Bogenhausen bekommen, wie die "BamS" aus "sicheren Quellen" erfahren haben will.

Ob mit einer außergerichtlichen Einigung auch die öffentliche Schlammschlacht beendet ist, bleibt offen. In den vergangen Tagen war zumindest wenig Schmeichelhaftes über Deutschlands einstiges Traumpaar Nummer Eins zu hören. Boris Becker, dessen Vermögen auf 200 Millionen Mark geschätzt wird, habe nur aus Geschäftsinteresse die Öffentlichkeit ausschließen wollen, hieß es. Barbara Becker, vom "Spiegel" als "deutsche Lady Diana" tituliert, sei verschwenderisch und habe in teuren Boutiquen oft bis zu 50 000 Mark ausgegeben - die Rechnungen "gingen an Papi", soll Boris Becker laut "BamS" dazu gesagt haben.

Das Drama um die Trennung der Beckers hat zudem einen weiteren Nebenschauplatz bekommen. In London kursieren hartnäckig Gerüchte über ein uneheliches Kind und eine Vaterschaftsklage. Nach dem Bericht einer britischen Boulevardzeitung zahlt Boris Becker bereits seit vergangenem September monatlich Geld für ein uneheliches Kind in England. Er zahle einen Unterhaltsbetrag von 2500 Pfund pro Monat an die in London lebende Russin Angela Ermakowa (33), die ihn als den Vater ihrer zehn Monate alten Tochter Anna bezeichnet. Dies berichtete die "News of the World" am Sonntag unter Berufung auf Freunde Ermakowas. Dieses Geld werde von Beckers Anwalt in München überwiesen, während der Tennisstar selbst die Behauptungen über sein uneheliches Kind öffentlich bestreite. Die dunkelhäutige Russin, die einen algerischen Elternteil haben soll, behauptet, bei einer einzigen sexuellen Begegnung mit Becker im Abstellraum des Prominenten-Restaurants "Nobu" (Miteigentümer: Robert De Niro) schwanger geworden zu sein. Eigenen Angaben zufolge hat sie jetzt Vaterschaftsklage gegen Becker eingereicht, um ihrer Tochter "einen Namen zu geben". Dem Zeitungsbericht vom Sonntag zufolge soll eine erste Anhörung vor einem Gericht für 5. Februar terminiert sein. Ermakowa wolle, dass Becker einen Vaterschaftstest macht.

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