• Behörden geben Details bekannt: Getötete Kinder von Newtown waren alle sechs oder sieben Jahre alt
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Behörden geben Details bekannt : Getötete Kinder von Newtown waren alle sechs oder sieben Jahre alt

Unter den Opfern des Schulmassakers von Newtown sind zwölf Mädchen und acht Jungen zwischen sechs und sieben Jahren. Bei den getöteten Erwachsenen handelt es sich ausschließlich um Frauen.

Nach dem Blutbad an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown haben die Angehörigen der 27 Opfer um Privatsphäre gebeten.
Nach dem Blutbad an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown haben die Angehörigen der 27 Opfer um Privatsphäre gebeten.Foto: dpa

Nach dem Blutbad an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut hat die Polizei am Samstag Einzelheiten zu den Opfern bekanntgegeben. Demnach waren die 20 getöteten Kinder alle erst sechs oder sieben Jahre alt. Von den getöteten Kindern waren zwölf Mädchen und acht Jungen. 16 waren sechs Jahre alt und vier sieben Jahre alt, wie die Polizei weiter mitteilte. Bei den getöteten Erwachsenen handelte es sich ausschließlich um Frauen.

Die Opfer des Schulmassakers von Connecticut wurden nach Einschätzung eines Experten gleich mehrere Male von Kugeln getroffen. Die Verletzungen seien verheerend, sagte Gerichtsmediziner H. Wayne Carver, der sieben der Leichen obduziert hatte, am Samstag in Newtown. „Ich glaube, alle wurden mehrfach getroffen.“ Es sei das Schlimmste, was er jemals in den mehr als 30 Jahren seiner Tätigkeit gesehen habe. Die vom Täter verwendeten Kugeln seien von einer Art, die schwere Schäden im Gewebe anrichteten.

Paul Vance von der Staatspolizei wies unterdessen Berichte zurück, nach denen der mutmaßliche Schütze einen Tag vor seinem Amoklauf am Freitag eine Auseinandersetzung in der Grundschule hatte. Darüber gebe es keine Informationen, sagte er. Vance stellte auch klar, dass die in ihrem Wohnhaus ermordet aufgefundene Mutter des Schützen keine Verbindung zur Schule gehabt habe. In Medienberichten hatte es zuvor geheißen, sie sei Lehrerin an der Schule gewesen.

Wie der Polizist weiter sagte, werde der Name des Täters, der sich nach dem Amoklauf selbst erschossen hatte, erst nach Abschluss der Autopsie der Leiche offiziell bekanntgegeben.

Die Untersuchung des Tatortes werde noch mindestens einen weiteren Tag dauern, sagte Vance. Ersten Ermittlungen zufolge sei der Todesschütze, anders als von vielen US-Medien zunächst berichtet, nicht freiwillig in die Schule hereingelassen worden, sondern habe seinen Zugang „erzwungen“. Die Ermittlungen im Wohnhaus des Täters hätten „gute Beweise“ erbracht, die viel zur Aufklärung der Hintergründe der Tat beitragen könnten, sagte Vance. Nähere Einzelheiten wollte er nicht nennen.

Die Angehörigen der Opfer hätten darum gebeten, dass ihre Privatsphäre respektiert werde. Jede Familie habe einen eigenen Polizeibeamten zur Seite gestellt bekommen, der sich um sie kümmern und ihre Privatsphäre schützen solle.

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