Welt : Bekennerschreiben zu Anschlag bei Ikea

Wenige Tage nach dem Sprengstoffanschlag in der Dresdner Ikea-Filiale sind Bekennerschreiben aufgetaucht. Es liegen mehrere E-Mails mit Selbstbezichtigungen vor, wie das Landeskriminalamt Sachsen und die Staatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch mitteilten. Der Inhalt der Schreiben sei weitgehend gleich und werde von Spezialisten analysiert. Weitere Details dazu würden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht, hieß es. Bei der Explosion des Sprengsatzes in dem Möbelhaus am vergangenen Freitag waren zwei Kunden leicht verletzt worden.

Bei der Fahndung nach dem Bombenleger tappt die Polizei bisher im Dunkeln. Die Ermittlungen kämen nur schleppend voran, hatte eine Sprecherin des sächsischen Landeskriminalamtes am Mittwoch noch kurz zuvor gesagt. Zwar hätten sich inzwischen mehrere vermeintlich wichtige Zeugen gemeldet. Leider hätten diese der Polizei bei der Suche nach dem Täter aber nicht weiterhelfen können. Die Sprecherin sagte, auch die Auswertung der Video-Überwachungsbilder habe nichts Konkretes gebracht. Hoffnungen setzen die Beamten nun in die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Dort sollte der Fall am Mittwochabend geschildert und ein Phantombild des Täters gezeigt werden. Gesucht wird ein etwa 40-jähriger Mann, der eine beigefarbene Schirmmütze und eine violette Brille getragen haben soll. dapd, dpa

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