Welt : Bekenntnisse eines Hochstaplers

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(dpa). Der Millionenbetrüger Jürgen Harksen hat am Montag im Prozess um seinen abenteuerlichen Anlageschwindel vor dem Hamburger Landgericht ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er habe die Gier seiner Opfer und Bestätigungen von „narrenhaften deutschen Banken“ ausgenutzt, sagte der 42Jährige. 100 Anleger habe er mit märchenhaften Geschichten derart an der Nase herumgeführt, dass sie ihm rund 100 Millionen Mark anvertraut hätten. Nach jahrelangem Versteckspiel mit den Behörden und Flucht nach Südafrika steht Harksen seit Ende Februar vor Gericht. Das Verfahren konzentriert sich auf den Vorwurf, Harksen habe zwischen 1990 und 1992 drei Anleger 80 Mal um insgesamt 35 Millionen Mark geprellt.

Es sei damals zugegangen wie bei dem Lügenbaron Münchhausen; die Gläubiger hätten all seine Geschichten geglaubt, sagte Harksen. Eine angebliche Investition in Skandinavien habe es in Wahrheit nie gegeben, gestand der Angeklagte. „Ich habe den Betrag durch meinen verschwenderischen Lebensstil ausgegeben.“

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