Belästiger gesteht : Strafbefehl im Fall Ariane Friedrich

Ein Mann aus Hessen gesteht, Leichtathletikstar Ariane Friedrich in einer E-Mail sexuell belästigt zu haben. Gegen den Mann wurde ein Strafbefehl erlassen.

Für das "Zwangs-Outing" ihres vermeintlichen Belästigers erntete Arianne Friedrich nicht nur Zuspruch. Kritiker warfen ihr Selbstjustiz und Rufschädigung vor.
Für das "Zwangs-Outing" ihres vermeintlichen Belästigers erntete Arianne Friedrich nicht nur Zuspruch. Kritiker warfen ihr...Foto: dapd

Ein 38-jähriger Mann aus Mittelhessen hat gestanden, die Hochspringerin Ariane Friedrich im Internet beleidigt und ihr obszöne Nachrichten gesendet zu haben. „Seine Angaben sind ausreichend für einen Tatnachweis“, teilte die Marburger Staatsanwältin Annemarie Wied am Donnerstag mit. Mittlerweile habe ein Amtsgericht gegen den 38-Jährigen einen Strafbefehl erlassen. Demnach erhielt er wegen Beleidigung und der Verbreitung von pornografischen Schriften eine Geldstrafe von 1050 Euro. Das Urteil entspreche den Forderungen der Staatsanwaltschaft, sagte Wied. Die Strafhöhe sei ausreichend, da der 38-Jährige nicht vorbelastet sei. Zudem habe er ein Geständnis abgelegt und der Fall auch für ihn große Folgen nach sich gezogen.

Der Mann aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf soll der Star-Sportlerin eine E-Mail geschickt haben, der er ein Foto seines Geschlechtsteils beifügte. Nachdem Friedrich selbst Anzeige erstattet hatte, durchsuchten Ermittler die Wohnung des Mannes und stellten Datenträger sicher. Computerspezialisten konnten das bereits gelöschte Bild und die Nachricht wieder herstellen.

Arianne Friedrich, hauptberuflich Polizeikommissarin in Darmstadt, hatte die Belästigung des vermeintlichen Täters zusammen mit seinem Namen und Wohnort auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. Dafür wurde sie zum Teil heftig kritisiert. Ihr offizielles Fanprofil hat sie inzwischen abgeschaltet. (dpa)

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