Belastetes Futtermittel : Dioxin-Alarm auch in Hessen und Baden-Württemberg

Der Skandal um dioxinverseuchtes Futtermittel zieht immer größere Kreise. Am Donnerstag schlugen auch Hessen und Baden-Württemberg Alarm.

Berlin - Der Skandal um dioxinverseuchtes Futtermittel zieht immer größere Kreise. Am Donnerstag schlugen auch Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Alarm. An einen Mastbetrieb im hessischen Kreis Hersfeld-Rotenburg waren 320 Ferkel geliefert worden, die in einem Thüringer Schweinemastbetrieb mit Dioxin belastetetem Futtermittel aufgezogen worden waren. Das baden-württembergische Verbraucherministerium teilte mit, dass Schlachttiere und pasteurisiertes Flüssigei aus betroffenen niedersächsischen Erzeugerbetrieben geliefert worden seien. In Rheinland-Pfalz wurden 540 Eier aus einem der von den dioxinhaltigen Futtermitteln belieferten Betriebe in Nordrhein-Westfalen beschlagnahmt. Damit sind jetzt zwölf Bundesländer von dem Skandal betroffen.

Die ersten Laborproben des Futterfetts der Firma Harles und Jetzsch haben in neun von 20 Fällen Überschreitungen der Dioxingrenzwerte ergeben, teilte das Landwirtschaftsministerium in Kiel mit. Vorsorglich wurden bisher nach dpa-Informationen bundesweit 4709 Betriebe gesperrt. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) bezeichnete die Verursacher des Skandals als „hochgradig kriminell“. Tsp

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