• Benachteiligungen für Käufer: Stiftung Warentest warnt vor Mängeln an Ikea-Fertighäusern

Benachteiligungen für Käufer : Stiftung Warentest warnt vor Mängeln an Ikea-Fertighäusern

Die Stiftung Wartentest hat vor „gravierenden Mängeln“ bei Fertighäusern der schwedischen Möbelmarktkette Ikea gewarnt. Dabei handle es sich sowohl um vertragliche als auch bauliche Einschränkungen für die Hausherren.

Das neue IKEA-Fertighaus "BoKlok" weist Stiftung Warentest zufolge erhebliche Mängel auf.
Das neue IKEA-Fertighaus "BoKlok" weist Stiftung Warentest zufolge erhebliche Mängel auf.Foto: dpa

Das berichtete die Stiftung am Freitag in Berlin auf ihrer Internetseite. „Etliche“ Regelungen benachteiligten die Hauskäufer erheblich. So behalte sich etwa die Baufirma Änderungen an den Bauleistungen vor, sowie an den Bauplänen und der Baubeschreibung - ohne dafür gewichtige Gründe zu nennen, berichteten die Tester. Die Gründe, die das Unternehmen anführe, seien aber „unwirksam“. So sei in den Werbebroschüren der Häuser etwa von „erhöhtem Schallschutz“ für Trennwände zwischen den Gebäuden die Rede, in der Baubeschreibung aber nicht mehr. In die Außenwände dürften aufgrund deren Beschaffenheit keine Nägel eingeschlagen und keine zusätzlichen Steckdosen installiert werden.

Auch müssten Kunden die vollständige Schlussrate für ihre Häuser zahlen, selbst wenn Restarbeiten noch ausstünden, berichtete die Stiftung Warentest. Daneben werde ein Termin für die Fertigstellung der Häuser nicht garantiert. Auch die Haftung der Baufirma für Mängel werde „auf unzulässige Weise eingeschränkt“. Schließlich müssten sich Häuskäufer noch verpflichten, Strom und Heizwärme für 15 Jahre von einem bestimmten Anbieter zu beziehen, ohne zu einem günstigeren Versorger wechseln zu können. Nach Angaben der Tester verlangt der Anbieter deutlich höhere Preise als anderen Unternehmen der Region.

Ikea bietet seit kurzem auch Fertighäuser in Deutschland an. Die Immobilien kosten zwischen knapp 200.000 und rund 270.000 Euro. Die ersten der Reihenhäuser entstehen in der Rhein-Main-Region. (AFP)

5 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben