Benefiz-Bergsteigeraktion : Große Sorge um Martina Navratilova

Die Tennislegende Martina Navratilova muss wegen Höhenkrankheit und Erschöpfung vom Kilimandscharo in Afrika heruntergetragen werden.

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Sorge um Martina Navratilova: Der Ex-Tennisstar kämpfte mit der dünnen Luft und der Kälte auf dem Kilimandscharo.Alle Bilder anzeigen
Foto: Laureus/Getty Images
10.12.2010 14:34Sorge um Martina Navratilova: Der Ex-Tennisstar kämpfte mit der dünnen Luft und der Kälte auf dem Kilimandscharo.

Die 54-jährige frühere Profitennisspielerin Martina Navratilova musste ihre Besteigung des Kilimandscharo an der Grenze zwischen Tansania und Kenia abbrechen. Die neunfache Wimbledon-Gewinnerin leidet an der Höhenkrankheit und akuter Erschöpfung, teilte der Veranstalter der Benefiz-Bergsteigeraktion, die "Laureus Sport for Good"-Stiftung mit.

Navratilova musste von den Trägern auf einer Trage hinabgebracht werden, hieß es bei Laureus in London. "Zur Zeit wird sie von einem Arzt untersucht", das Medizincamp befindet sich in einiger Höhe am Berg, sagte Matt Denney vom Presseteam der Tourveranstalter in London.

"Alle sind besorgt um sie. Es tut mir leid", teilte der deutsche Paralympionike Michael Teuber in einer SMS seiner Familie und an den Tagesspiegel mit. Navratilova hat schon seit einigen Tagen Probleme mit der Höhe, der dünnen Luft und der Kälte gehabt.
Der Radrennsportler Teuber, der von den Knien abwärts gelähmt ist, ist "fest entschlossen, das Laureus-Banner auf den Gipfel zu tragen". Teuber und Navratilova liefen die ganze Zeit seit Montag dicht beieinander und machten sich gegenseitig Mut. "Michael besitzt ja nur noch 60 Prozent seiner Oberschenkelmuskulatur und läuft allein mit dieser Kraft, seinen Gesäßmuskeln - und Kraft seines Oberkörpers, so dass er sich an den Stöcken mit hinaufzieht", sagte seine Frau Susanne Teuber dem Tagesspiegel gestern. Der mehrfache paralympische Medaillengewinner schwitze daher mehr, friere nicht so leicht wie die anderen Athleten, Olympiasieger, Sportler und Förderer im Team.
Am heutigen Sonnabend wollen sie am knapp 6000 Meter hohen Gipfel ankommen.

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