Bergsteigen : 13-Jähriger erklimmt den Everest

Ein 13-jähriger US-Amerikaner hat am Samstag den Mount Everest bestiegen und damit als bisher jüngster Mensch den höchsten Berg der Welt bezwungen. Jordan Romero meldete sich per Satellitentelefon vom Gipfel.

Jordan Romero vor dem Start seiner Mount-Everest-Expedition.
Jordan Romero vor dem Start seiner Mount-Everest-Expedition.Foto: dpa

Der aus Kalifornien stammende Jordan Romero erreichte zusammen mit einer Gruppe, zu der auch sein Vater und dessen Lebensgefährtin gehörte, am frühen Samstagmorgen die Bergspitze, wie in dem Blog des Teams berichtet wurde. Der Everest liegt in Nepal an der Grenze zu China und ist mit einer Höhe von 8848 Metern der höchste Berg der Erde.

"Jeder klang unglaublich glücklich", teilten die Unterstützer der Bergsteiger in dem Blog weiter mit, nachdem die Abenteurer sie per Satellitentelefon über ihren Aufstieg informiert hatten.

Der bisher jüngste Bergsteiger auf dem Mount Everest war der 16 Jahre alte Temba Tsheri aus Nepal. Auf seiner Tour im Jahr 2001 verlor er in der eisigen Höhe fünf Finger durch Frost.

Anders als Nepal macht China keine Altersbeschränkung für den Aufstieg auf den Mount Everest. Daher brachen Romero und sein Team von einem Basislager auf chinesischer Seite aus auf, hieß es.

Romero stammt aus Big Bear Lake, einem Bergort rund 140 Kilometer östlich von Los Angeles. Der Schüler will die höchsten Berge der sieben Kontinente besteigen - fünf der "Seven Summits" hat er bereits geschafft.

Nächster Rekord bereits geplant

Schon als Zehnjähriger stand er auf der Spitze des Kilimanscharo in Afrika (5892 Meter). Weitere Gipfelersteigungen folgten. Nach dem Mount Everest fehlt nur noch Mount Vinson in der Antarktis. Den 5140 Meter hohen Berg hat sich Jordan schon für Dezember vorgenommen. Schafft er sein Ziel, so würde er mit 14 Jahren als jüngster Bezwinger aller sieben Gipfel einen weiteren Weltrekord aufstellen.

Kritik und Zweifel an der gefährlichen Kletterpartie seines Sohnes im Himalaya wies sein Vater kürzlich zurück. "Der obere Teil des Berges ist buchstäblich ein Friedhof", räumte der Alpinist und Sanitäter im Interview mit dem Sender CBS vor ein paar Wochen ein. "Aber ich habe hier einen unglaublich starken jungen Mann, dem ich mehr vertraue als vielen professionellen Athleten, die ich kenne und mit denen ich arbeite." Auf allen Bergtouren wird Jordan von seinem Vater und dessen Lebensgefährtin begleitet.

Mehr als 200 Kletterer sind bei der Besteigung des Bergriesen im Himalaya bereits ums Leben gekommen, statistisch jeder Zehnte, der den Everest bezwingen wollte. (dpa)

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