Welt : Berliner am Nordkap verschwunden

Polizei suchte ihn mit Hubschraubern.

Oslo/Berlin - Es sollte eine Abenteuerreise mit einem Oldtimer zum Nordkap – dem nördlichsten Punkt Europas in Norwegen werden. Doch seit drei Wochen ist der 42-jährige Berliner Clemens Depping nun verschwunden.

Das letzte Lebenszeichen des Touristen war eine Mail, die er nach einer Wanderung am Nordkap an seine Angehörigen und einen Freund geschickt hatte. Das war am 11. Juli.

Seither fehlt jede Spur von Depping, der vor seiner Reise bei der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gearbeitet hat. „Wir wurden von der norwegischen Polizei informiert, dass das Auto des Mannes am 18. Juli auf einem Parkplatz am Nordkap gefunden wurde“, sagt ein Sprecher der Berliner Polizei.

Der Grund für den Alarm ist, dass es sich um einen 48-Stunden-Parkplatz handelte und das Fahrzeug, ein hellblauer Opel Kadett B Caravan, Baujahr 1969 – wie das Geburtsjahr des Halters –, dort viel länger stand. Die norwegischen Behörden leiteten sofort Ermittlungen ein, werteten auch die Handykontakte des Gesuchten aus.

Dabei kam heraus, „dass der Mann sich zu Fuß am Nordkap bewegt hatte“, sagt der Sprecher. Die norwegische Polizei vermute ein Unglück: Möglicherweis sei er von den Klippen abgestürzt und in die Fluten geraten. Aber das ist Spekulation. Suchmannschaften hätten das äußerst schwierige Gebiet am Nordkap mit Hubschrauber-Hilfe und auch Hunden abgesucht. Starker Wind, Regen und vor allem Nebel herrschten am Tag von Deppings Verschwinden. tabu

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