Welt : Berliner Forscher finden Schaltstelle für Alzheimer

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Berlin - Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben einen Fortschritt bei der Erforschung der Alzheimer-Krankheit erreicht. Ursache der Krankheit ist ein Molekül namens Beta-Amyloid. Dabei handelt es sich um eine besonders hartnäckige Substanz, die sich – wie Müll, der nicht abtransportiert wird – an die Hirnzellen lagert und sie nach und nach zerstört. Beta-Amyloid entsteht beim Abbau eines größeren Moleküls, das als APP bezeichnet wird. APP spielt vermutlich eine wichtige Rolle an den Nervenzellkontakten.

Die Berliner Forscher Gerd Multhaup und Lisa Münter entdeckten nun eine entscheidende Schaltstelle, die zur Bildung des gefährlichen Beta-Amyloids führt. Über diese Schaltstelle binden zwei APP- Moleküle aneinander. „Nur beim Abbau dieses gepaarten Moleküls entsteht oft auch das schädliche Beta-Amyloid“, sagt Münter. „Einzelne APP-Moleküle werden dagegen in kleinere, harmlose Bruchstücke zerlegt.“ Die Entdeckung könnte zur Entwicklung neuer Medikamente gegen die Krankheit führen. bas

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