BERLINER HELFEN : Angehörige bangen, die Gemeinde betet

„Ich bin überglücklich, konnte nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, nichts mehr trinken. Die ganze Zeit habe ich nicht geweint. Nur jetzt: Tränen der Freude“, sagt die gebürtige Philippinin Salveceon Vietz, die in Berlin wohnt. Am Montag hat sie die Nachricht erhalten: Ihre Verwandten leben. Die Familie lebt in Leyte, wo der Taifun verheerend gewütet hat.

Die Philippinische Gemeinde in Berlin begann ihren Gottesdienst am Sonntag mit einer Schweigeminute. Eigentlich wollte Pater Simon Beuser die Feierlichkeiten zum Gründungstag zunächst absagen. Nun ist er froh, dass er es nicht getan hat, denn: „Ich konnte die Gelegenheit für einen Spendenaufruf nutzen.“ Seitdem steht sein Telefon nicht still. Viele Leute wollen helfen und spenden. Auch das Geld der GottesdienstKollekte solle jetzt wöchentlich an die Not leidenden Philippinen gehen.

Die Berlinerin Nicole Bergmann ist schon zum Katastrophenschutz aufgebrochen; mit der Johanniter Unfallhilfe. Sie wird unter anderem die Medical Health Kits, die versendet wurden, vor Ort entgegennehmen. Sie weiß noch nicht, was auf sie zukommen wird. „Auch wenn ich den Job seit neun Jahren mache, ist es unfassbar, was man sieht. Das Gehirn schaltet ab, weil man nur noch funktioniert.“ Nadine El Ishmawi

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