Berufsverkehr : Streik und Schnee lähmen Straßen

Der Lokführerstreik hat heute nicht nur bei der Bahn, sondern auch auf den Straßen zu Stillstand und massiven Behinderungen geführt. Winterliche Verhältnisse erschweren die Lage.

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Auf das Auto ausgewichene Pendler und schlechte Wetterverhältnisse führten zu Staus. -Foto: dpa

Rund um Ballungsräume wie Hamburg, Köln, München und im Ruhrgebiet habe es Behinderungen und Staus bis zu 20 Kilometer Länge auf den Zufahrtsstraßen gegeben, erklärte ADAC-Verkehrsexperte Otto Saalmann. "Wir hatten 20 bis 30 Prozent mehr Verkehrsaufkommen", sagte er. Der Berufsverkehr habe bereits um 5:30 Uhr eingesetzt. Da der Streik andauere, müsse auch im Feierabendverkehr und am Freitagmorgen wieder mit Staus gerechnet werden, sagte Saalmann.

"Und dann hängt noch alles vom Wetter ab."  So schneite es etwa in Südbayern in der Nacht zum Donnerstag stark. Der ADAC vermeldete doppelt so viele Panneneinsätze wie an gewöhnlichen Tagen. Viele Fahrer hätten Problemen mit der Autobatterie gehabt, sagte Saalmann. Bis zum Abend rechne der Verkehrsclub mit 3500 Panneneinsätzen.  Die Verkehrsmeldestelle der bayerischen Polizei berichtete von Staus rund um München. Auf der Autobahn 9 von Nürnberg nach München standen die Autofahrer vor der Landeshauptstadt am Donnerstagvormittag auf bis zu 18 Kilometern Länge. In der Gegenrichtung musste die Fahrbahn wegen eines Rettungshubschraubereinsatzes zeitweise komplett gesperrt werden.

Ein Autofahrer war bei Allershausen ins Schleudern geraten und rutschte mit seinem Fahrzeug unter einen vorausfahrenden Lastwagen. Der Mann wurde schwer verletzt.  Die Auswirkungen des Streiks mit dem höheren Verkehrsaufkommen hätten vermutlich eine größere Rolle gespielt als der Schnee, sagte ein Polizeisprecher. Die Autobahnen seien am Morgen weitgehend geräumt gewesen. Bereits am Mittwochabend hatte es wegen Blitzeis auf der Autobahn 96 bei Landsberg Unfälle mit Blechschäden gegeben. (mit ap)

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