Betrug : Luxus für lau: Zeche prellen im großen Stil

Ins Luxushotel für lau, inklusive Limousinen-Service und Friseur: Zwei Australier haben es versucht - und sitzen nun auf der Anklagebank mit 148.000 Euro Schulden.

Frankfurt/MainWegen Zechprellerei im großen Stil müssen sich zwei Australier seit Montag vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main verantworten. Den Männern im Alter von 51 und 37 Jahren wird vorgeworfen, in einem Luxushotel der Stadt eine Rechnung von knapp 148.000 Euro nicht beglichen zu haben. Zum Prozessauftakt zeigten sich beide Männer teilweise geständig.

Die Angeklagten hatten sich Ende Januar zunächst in die Präsidentensuite des Fünfsternehotels "Villa Kennedy" eingemietet. Allein eine Nacht in der Luxusunterkunft des Hauses schlägt mit 3800 Euro zu Buche. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten nutzten die Australier zudem ausgiebig weitere Dienstleistungen des Hauses, darunter den Limousinen-Service, Friseur und Zimmerservice.

Geschäftspartner in Dubai sollten zahlen

Auf Nachfrage der besorgten Hotelleitung beteuerten die Angeklagten immer wieder, die Rechnung trotz kurzfristiger Zahlungsengpässe noch begleichen zu wollen. Seit April sitzen die Familienväter in Untersuchungshaft.

Beide Männer sagten in der Verhandlung am Montag, Geschäftspartner in Dubai hätten die Rechnung begleichen sollen und seien dem nicht nachgekommen. Auch den formalen Kauf einer feudalen Eigentumswohnung in Frankfurt im Wert von knapp 1,5 Millionen Euro räumten die Angeklagten ein. Beide hatten nicht einmal die beim Notar anfallenden Übersetzungskosten in Höhe von rund 416 Euro beglichen. (saw/ddp)

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