Betrugsvorwurf : Berlinerin will Beatle-Tochter sein

Eine Berlinerin behauptet, die Tochter von Paul McCartney zu sein und beschuldigt den Ex-Beatle, vor 23 Jahren einen Doppelgänger zum Vaterschaftstest geschickt zu haben. Die Justiz nahm Ermittlungen auf.

Berlin - Einem Medienbericht zufolge behauptet eine 46 Jahre alte Berlinerin von sich, die Tochter von Paul McCartney (64) zu sein und hat ihn wegen des Verdachts des Betrugs angezeigt. Ihr Vorwurf: Der Ex-Beatle sei bei einem Vaterschaftstest vor 23 Jahren gar nicht anwesend gewesen. Es werde derzeit ermittelt, bestätigte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald. Es gebe eine private Anzeige wegen des Verdachts des Betrugs. "Der Sachverhalt wird geprüft", sagte Grunwald, ohne Einzelheiten zu nennen.

Die Mutter behauptet laut dem Bericht, zwischen 1959 und 1962 eine Affäre mit McCartney gehabt zu haben. Die Tochter, eine Altenpflegerin, will laut Medienberichten nach Durchsicht der Akten beweisen, dass der Musiker damals einen Doppelgänger zum Vaterschaftstest geschickt habe, der in einem Londoner TV-Studio stattgefunden habe.

McCartney war in erster Ehe mit Linda Eastman verheiratet. Das Paar hatte drei gemeinsame Kinder, James, Mary und Stella. Stella machte sich als Designerin einen Namen. Nach dem Tod Lindas heiratete der Ex-Beatle 2002 Heather Mills, 2003 kam die gemeinsame Tochter Beatrice Milly zur Welt. Im Mai 2006 gab das Paar seine Trennung bekannt, gefolgt von vielen Schlagzeilen und einem Rosenkrieg.

In Deutschland kann grundsätzlich jeder jeden anzeigen. Die Justiz nimmt bei allen privaten Anzeigen Ermittlungen auf, wenn die Vorwürfen theoretisch stimmen könnten. Angebliche Vaterschaften wurden einigen Prominenten nachgesagt - nicht immer entsprachen sie der Wirklichkeit. (tso/dpa)

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