Welt : Betrunkene Elche sind wie ganz normale Leute

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Stockholm - Polizisten mit Hunden und bewaffnete Jäger haben die Bewohner des Altenheims „Am Waldesrand“ im schwedischen Östra Göinge vor einer Horde betrunkener Elche gerettet. Wie die Zeitung „Dagens Nyheter“ berichtete, hatten die Tiere reichlich vergorenen, alkoholhaltigen Saft aus verfaulten Äpfeln in den Vorgärten der Gegend konsumiert. „Elche sind wie ganz normale Leute“, hieß es in dem Bericht als Begründung dafür, dass einige durch den Alkohol enthemmte „Könige des Waldes“ aggressiv wurden und vor dem Altersheim randalierten. Auch eine Polizeistreife mit Hunden konnte die Elche nicht stoppen. Erst als sie mehrere Jäger mit Gewehren im Anschlag erblickten, trollten sich die Vierbeiner.

Oberförster Fredrik Jönsson bezeichnete den Anblick betrunkener Elche im Herbst als „nicht ungewöhnlich“, weil die Tiere Äpfel aller Art für ihr Leben gern verzehrten. „Sie erkennen den Unterschied zwischen gegorenen und ungegorenen nicht und stopfen alles bis zum letzten Apfel in sich rein“, sagte Jönsson. Er konnte die Frage nicht beantworten, ab wie viel vergorenen Äpfeln ein Elch in der Regel blau sei.

Schwedens Elche durchleben harte Zeiten. Kurz nachdem Schwedens Prinz Carl Philip an einem Tag gleich zwei männliche Elche und seine Kameraden acht weitere erlegt hatten, meldete sich im Rundfunk eine bisher unbekannte feministische Elchfraktion zu Wort: Sie wolle die letzte schwedische Männerdomäne, die Elchjagd, knacken und massenweise Frauen auf die Pirsch schicken. Begründung von Jägerin Monica Persson: „Die Elchjagd ist kein männliches, sondern ein zutiefst menschliches Bedürfnis.“ Unterdessen wurde bekannt, dass eine rasende Elchkuh im norwegischen Molde drei Jogger angegriffen habe. dpa

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