Birma : Hilfsorganisation befürchtet Hungertod tausender Kinder

Tausende birmanische Kinder in den vom Wirbelsturm "Nargis" verwüsteten Gebieten sind nach Einschätzung einer Hilfsorganisation in Lebensgefahr. Jeder Tag entscheidet jetzt über Leben und Tod.

Nach Zyklon in Birma - Flüchtlingslager
Die Hilfe erreicht bisher nur wenige. -Foto: dpa

BangkokDie Kinder könnten "binnen zwei oder drei Wochen" an den Folgen der Unterernährung sterben, befürchtet das britische Kinderhilfswerk Save the Children. "Wir sind sehr besorgt, dass viele Kinder in den betroffenen Gebieten unter akuter Mangelernährung leiden", sagte Save the Children-Chefin Jasmine Whitbread. In diesem Zustand bestehe die Gefahr, dass sie im Laufe weniger Tage sterben, sollten die Hilfslieferungen sie nicht schnell erreichen.

Bei der Wirbelsturm-Katastrophe in Birma sind nach offiziellen Angaben rund 78.000 Menschen ums Leben gekommen, fast 56.000 Menschen gelten als vermisst. Die birmanischen Generäle werden weltweit scharf kritisiert, weil sie nach dem Durchzug des Zyklons am 2. und 3. Mai die Einreise internationaler Helfer blockierten und nur Hilfsgüter annehmen wollten. Etwa 40 Prozent der Bedürftigen sind Schätzungen von Hilfsorganisationen zufolge Kinder. Laut Save the Children waren bereits vor dem Wirbelsturm 30. 000 Kinder in den betroffenen Gebieten unterernährt. (kj/AFP)

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