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Blackout in München : 450 000 Haushalte waren ohne Strom

15.11.2012 13:22 Uhr
Eine Störung in einem Umspannwerk soll die Ursache für den Stromausfall gewesen sein. Foto: SWM/Felix SteckBild vergrößern
Eine Störung in einem Umspannwerk soll die Ursache für den Stromausfall gewesen sein. - Foto: SWM/Felix Steck

Ein großflächiger Stromausfall hat in München 450 000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. In der Folge musste die Münchner Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Noch unklar ist die Ursache für den Blackout - aber es gibt bereits Vermutungen.

Von dem Stromausfall am Donnerstag in München sind nach Angaben der Stadtwerke rund 450 000 Haushalte betroffen gewesen. Während dieser Stromausfall nach etwa einer Stunde zum größten Teil behoben werden konnte, war die nördlich von München gelegene Stadt Moosburg mit ihren etwa 17 700 Einwohnern noch Stunden nach dem Blackout ohne Strom, teilte der Energieversorger auf seiner Internetseite weiter mit.
Die Verkehrslage in der bayerischen Landeshauptstadt beruhigte sich nach dem Blackout allmählich wieder, im öffentlichen Nahverkehr gab es gegen Mittag nur noch kleine Verspätungen. Obwohl durch den Blackout viele Ampelanlagen ausgefallen waren, kam es nach Angaben der Polizei zu keiner besonderen Häufung von Unfällen.

Die Ursache des Stromausfalls war wohl ein technischer Defekt. „Wir haben es vermutlich mit technischem Versagen zu tun“, sagte ein Vertreter der Stadtwerke München (SWM). Der Defekt ereignete sich an einer Anschlussstelle zum Netz von Eon Bayern. Was genau dort geschehen ist, sei aber noch unklar. „Es wird wahrscheinlich eine Stromspitze gewesen sein“, ergänzte SWM-Geschäftsführer Stephan Schwarz. Er sprach vom schlimmsten Stromausfall in München seit 20 Jahren.

Als Folge des Zusammenbruchs der Energieversorgung war der öffentliche Nahverkehr mitten im Berufsverkehr jedoch weitgehend zum Erliegen gekommen, U-Bahnen und Straßenbahnen konnten nicht weiterfahren. Die S-Bahn auf der viel befahrenen Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke stand still. Zahllose Pendler stiegen auf das Auto um.

Die Münchner Feuerwehr rückte allein bis 8 Uhr zu 50 Einsätzen aus. Unter anderem seien Menschen in Aufzügen stecken geblieben und mussten befreit werden. Außerdem seien durch den Stromausfall Brandmelder angesprungen und hätten Fehlalarme ausgelöst. Die Auswirkungen des Stromausfalls betrafen auch das tägliche Leben vieler Münchner. So kam es etwa im Klinikum rechts der Isar wegen Computerproblemen durch den Stromausfall zu erheblichen Verzögerungen bei der Patientenaufnahme und beim Röntgen.

(AFP/dpa)

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