Blizzard "Jonas" : Wintersturm sucht Osten der USA heim - mehrere Tote

Ein Sturm mit bis zu 60 Zentimetern Neuschnee hat den Alltag von Millionen US-Bürgern beeinträchtigt. Zehntausende waren ohne Strom. Bis zu acht Menschen starben bei Unfällen.

Schneepflüge im Großeinsatz: Ein Wintersturm hat den Osten der USA erfasst, wie hier in Washington D.C.
Schneepflüge im Großeinsatz: Ein Wintersturm hat den Osten der USA erfasst, wie hier in Washington D.C.Foto: Mladen Antonov/AFP

Ein Schneesturm hat am Freitag (Ortszeit) den Osten der USA heimgesucht. Medienberichten zufolge kamen bis zum späten Abend acht Menschen durch den heftigen Wintereinbruch ums Leben. Die Behörden befürchten bis zu 60 Zentimeter Neuschnee und riefen Millionen Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen. Tausende Flüge wurden gestrichen.

"Schwerer Schneefall, zunehmender Wind, Gefahr von Blitzeinschlägen", twitterte der Wetterdienst NWS und warnte vor "einer Bedrohung für Leben und Besitztümer". Die Blizzard-Warnung galt für ein Gebiet von Washington bis New York. Bis zu 85 Millionen US-Bürger - rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung - könnten betroffen sein.

Die südlichen Staaten Arkansas, Tennessee, Kentucky, North Carolina, West Virginia und Virginia ächzten ebenfalls unter dem Schnee. "Wir haben sehr viele Unfälle", sagte der Gouverneur von North Carolina, Pat McCrory. In dem US-Staat kamen den Medienberichten zufolge zwei Menschen bei wetterbedingten Unfällen ums Leben. Laut CNN waren im Südosten insgesamt 133.000 Menschen ohne Strom.

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Wintersturm sucht Osten der USA heim

Rund um Washington werde es auf dem erwarteten Höhepunkt des Blizzards in der Nacht zum Samstag nur "äußerst begrenzt, wenn nicht unmöglich sein", sich per Auto fortzubewegen, warnte NWS. Wintersturm "Jonas" könnte in der Hauptstadt einen Schneerekord aus dem Jahr 1922 brechen.

Die Schulen dort blieben schon am Freitag geschlossen, der Verkehr von Bussen und U-Bahnen wurde für das gesamte Wochenende eingestellt. Die Bewohner bereiteten sich mit Hamsterkäufen vor. US-Präsident Barack Obama hat für die kommenden Tage keine Reisen geplant. "Meine Vermutung ist, dass er angenehm warm im Weißen Haus bleiben wird", sagte sein Sprecher Josh Earnest.

Bisher war der Winter an der US-Ostküste ungewöhnlich warm: Noch an Weihnachten genossen die Menschen in Washington oder New York in T-Shirts und in Straßencafés die Wintersonne. (AFP)

Blizzard "Juno" legt New York lahm
Der Blizzard "Juno" brachte dem Nordosten der USA nicht nur viel Schnee, sondern auch einen wunderschönen Sonnenaufgang am Dienstagmorgen, wie hier in Long Island.Weitere Bilder anzeigen
1 von 21Foto: Andrew Theodorakis/Getty Images/AFP
28.01.2015 09:08Der Blizzard "Juno" brachte dem Nordosten der USA nicht nur viel Schnee, sondern auch einen wunderschönen Sonnenaufgang am...

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