Blutbad in China-Lokal : Hohe Haftstrafen im Sittensen-Prozess gefordert

Dieser Fall sorgte bundesweit für Entsetzen: Im Februar 2007 wurden in einem China-Lokal sieben Menschen grausam hingerichtet. Fünf Vietnamesen müssen sich für die Tat verantworten. Der Staatsanwalt forderte in seinem Plädoyer für drei der Männer lebenslange Haftstrafen.

Stade Für das Blutbad von Sittensen mit sieben Toten sollen drei Angeklagte wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt werden, bei zweien von ihnen soll zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Für zwei weitere mutmaßliche Täter forderte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Stade am Mittwoch je sechsjährige Haftstrafen wegen schweren Raubes beziehungsweise Anstiftung zum schwerem Raub.

Vier der Angeklagten haben nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in der Nacht zum 5. Februar 2007 das China-Restaurant "Lin Yue" in Sittensen überfallen und das Besitzerehepaar sowie fünf Angestellte mit zum Teil aufgesetzten Kopfschüssen getötet. Der fünfte Angeklagte soll Tippgeber gewesen sein.

Das Blutbad sei "eines der schrecklichsten Verbrechen, von denen wir seit langer Zeit gehört haben", sagte der Staatsanwalt Johannes Kiers, den Angehörigen der Opfer sei zudem tiefes Leid zugefügt worden. Es sei eine besonders grausame Tat gewesen, da ein Teil der Opfer hilflos erst den Tod der anderen Opfer haben miterleben müssen, um dann anschließend auch selbst zu sterben. Ein Urteil im Prozess wird Ende April erwartet. (küs/AFP)

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