Welt : Bösewicht und Frauenheld

Daniela Sannwald

LEUTE

Colin Farrell , 27, ist das neue Boywonder von Hollywood: Mit seiner Karriere geht es steil nach oben, während die Frauen ihm zu Füßen liegen. Zuletzt war er als Gegenspieler von Tom Cruise in „Minority Report" zu sehen, dieses Jahr kommt er in drei Filmen bei uns auf die Leinwand: Heute startet die Marvel-Comic-Verfilmung „Daredevil“, in der Farrell als Schurke Bullseye im langen Reptilienledermantel von Dachfirst zu Dachfirst springt und mittels fieser Wurfgeschosse seine Gegner erledigt. Es folgt Joel Schumachers Thriller „Phone Booth/Nicht auflegen". Darin spielt Farrell einen Verleger, der von einem Scharfschützen bedroht wird. Und schließlich wird er in „The Recruit" als CIA-Agent in der Ausbildung zu sehen sein. Als dunkle Ausgabe von Brad Pitt hat „Gala" Farrell charakterisiert, und das Magazin weiß auch, dass Farrell notorisch auf Hollywood-Partys herumknutscht. Frauen jeden Alters, von Britney Spears bis Demi Moore , scheinen ihm nicht widerstehen zu können. Der 1976 in Dublin geborene Farrell, dunkelhaarig, dunkeläugig, oft unrasiert und mit einem Muttermal auf der linken Wange, ist ansehnlich. Aber er hat keine der Eigenschaften, die Männer unwiderstehlich machen: weder melancholisches Flair wie Gabriel Byrne noch romantisches wie Johnny Depp , nicht den selbstgewissen Charme George Clooneys und schon gar nicht die frivole Laszivität von Brad Pitt . Aber Farrell ist präsent, unübersehbar, ohne jede Zurückhaltung. Dezent scheint er im wirklichen Leben nicht zu sein, und es zeugt von seinen Fähigkeiten als Schauspieler, dass er eine gewisse Zurückhaltung wenigstens spielen kann. Nein, Farrell ist ein irischer Rabauke, ein Exot im sauberen, schicken Hollywood, wo aus exotischem schnell erotisches Flair wird. Colin Farrell profitiert davon und pflegt sorgfältig sein Image. Er isst Fritten, er muss furchtbar viel rauchen und ziemlich oft „fuck" sagen. Eine elfmonatige Ehe mit der Schauspielerin Amelia Warner hat er hinter sich. Jetzt ist er wieder frei. Ein weiblicher Fan schreibt im Internet: „Wie er raucht, wie er flucht, und dann dieser irische Akzent, oh mein Gott, ist der cooool".

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