Welt : Bond wird gerührt und geschüttelt

Der Geheimagent Ihrer Majestät bringt die Welt in Ordnung, zum 20. Mal – im November startet „Die Another Day“

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Von Jörg Achhammer

Spätestens zum Weihnachtsfest ist die Weltordnung wieder sicher. Der Irak, Al Quaida und ähnliche Krisenherde – alles vergessen, wenn James Bond alias Pierce Brosnan beim Deutschlandstart am 28. November zu seinem Abenteuer „Die Another Day“ aufbricht, die Welt vor dem Bösen zu retten. Und diesmal so spektakulär wie nie zuvor. In der 20. Ausgabe der Agentenreihe versprechen die Macher den besten und größten Bond aller Zeiten. 40 Jahre nach „Dr. No“ soll der Jubiläumsstreifen alle Actionrekorde brechen. Die Dreharbeiten sind beendet, der Film ist im Kasten. Erste Details wurden bereits bekannt. Die neue Mission des Topagenten führt an die Krisenherde dieser Welt. Schon in der Anfangsszene bewegt sich der Bonddarsteller zwischen den Fronten. In einer spektakulären Verfolgungsjagd mit militärisch aufgerüsteten Luftkissenbooten wird Bond in einem Minenfeld im Grenzgebiet zwischen Süd- und Nordkorea kräftig geschüttelt. Die Dreharbeiten mit den Riesengefährten waren derart halsbrecherisch, dass sich Brosnan beim Sprung auf eines der Luftkissenboote so stark verletzte, dass er eine Woche beim Dreh ausfiel. Die Londoner Geheimdienstzentrale führt ihn nach dem Korea-Abenteuer über Hong Kong, Kuba und Island zurück nach England. Im Trend-Reiseland Island wurde tatsächlich gedreht. Der isländische Eispalast dagegen wurde in den Londoner Pinewood Studios aufgebaut. Zum Gegner hat Bond wieder einen megareichen Wahnsinnigen, diesmal in Gestalt von Toby Stephens, der unter dem Deckmantel eines wohltätigen Öko-Unternehmers die Welt in seine Gewalt bringen möchte.

Gekicher unter der Bettdecke

Wenn Bond nicht gerade perfekt gestylt an seinem geschüttelten Martini nippt, liefert er sich Autojagden auf einem zugefrorenen See in Island. Bayerische Wertarbeit steht ihm aus Q’s Werkstatt diesmal nicht zur Verfügung. Im Jubiläumsstreifen bevorzugte man statt BMW britische Noblesse. Verfolgt von einem Jaguar XKR schleudert Bond in seinem über 200000 Euro teuren Aston Martin auf eisigem Untergrund. Welche Spezialwerkzeuge sonst noch von Q im neuen Streifen zu erwarten sind, wird als Geheimnis bis zur Premiere am 18. November in London streng gehütet.

Nicht hingegen, welche Gespielinnen dem Charmeur diesmal zur Seite stehen. Mit Oskar-Gewinnerin Halle Berry und Newcomerin Rosamund Pike haben die Bondmacher wiederum attraktive Schauspielerinnen verpflichtet, die neben dem ernsten Rollenfach auch die Actionkür und die obligatorische Strandrekelszene im knappen Bikini perfekt beherrschen. Und Bond in Rührung versetzen können. Ein Überraschungsauftritt wurde Madonna verschafft. Nach Evita und zahlreichen anderen Rollen versucht Sie sich diesmal in einem zweiminütigen Kurzgastspiel als Fechtlehrerin und zeichnet darüber hinaus für den Titelsong verantwortlich, der erst kurz vor der Filmpremiere in die Plattenläden kommen wird.

Das restliche Ensemble wird wiederum durch Charakterdarstellerin und Oskar-Gewinnerin Judi Dench als M verstärkt, John Cleese wird als neuer Q zu sehen sein. Und wie heißt Miss Moneypenny im wahren Leben? Samantha Bond. Von den Dreharbeiten wird kolportiert, Halle Berry habe während der Bettszenen mit Bond gekichert. Warum, das wird nicht verraten.

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