Bordell : "Salon Prestige" siegt vor Gericht

Ein Wohnungsbordell darf in einem Berliner Mietshaus bleiben. Das Verwaltungsgericht konnte keine Belästigung für die Nachbarschaft erkennen.

Berlin Klägerin war die Bordellbesitzerin, die sich gegen das Bauamt Charlottenburg zur Wehr setzte. Die Bezirksbehörde wollte das Etablissement nahe dem Kurfürstendamm wegen unerwünschter Begleiterscheinungen schließen. Dem folgte das Gericht nicht, sondern urteilte, dass für das in einem Mischgebiet von Gewerbe und Wohnungen liegende Bordell eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden muss.

Das Urteil hat weitreichende Bedeutung für die Hauptstadt. Denn die Frage, ob Bordelle in Wohnungen zulässig sind, wird von den Berliner
Bezirksbehörden bisher unterschiedlich beantwortet. (sp/dpa)

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