Welt : Boris Becker: Nach englischem Recht

Der Seitensprung von Boris Becker (33) war nach Angaben seiner Ex-Ehefrau Barbara (34) nicht der Trennungsgrund. "Was in London passiert ist, war nicht der Grund für das Ende unserer Ehe", sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Boris ist irgendwie innerlich von mir weggegangen. Das tut weh, wenn man jemandem so nahe war."

"Die sieben Jahre mit Boris waren die glücklichste Zeit in meinem Leben ( ... ) Ich habe gehofft, wir könnten unsere Ehe retten", betonte Barbara Becker. Ihr Ex-Mann hatte am vergangenen Mittwoch bekannt gegeben, der Vater einer unehelichen Tochter zu sein. Die zehn Monate alte Anna war Folge eines sexuellen Abenteuers mit dem russischen Fotomodell Angela Ermakowa (33) in London.

Als monatlicher Unterhalt für die kleine Anna ist ein fünfstelliger Betrag durchaus möglich. Darauf hat Anton Steiner, ein Münchner Experte für internationales Recht, hingewiesen. Für den Unterhalt sei das Recht des gewöhnlichen Aufenthalts des Kindes maßgeblich, bei Anna Ermakowa also das englische Recht. Wenn die Eltern sich nicht einigen könnten, entscheide der Richter, der nach englischem Recht einen weiten Entscheidungsspielraum habe. Wenn der Richter etwa überzeugt sei, dass das Kind wegen Entführungsgefahr Personenschutz brauche, könne ohne weiteres ein Betrag von deutlich über 10 000 Mark im Monat festgesetzt werden.

Auf Grund internationaler Abkommen könne ein englisches Unterhaltsurteil auch in Deutschland vollstreckt werden, erklärte Experte Steiner vom Deutschen Forum für Erbrecht. Nach unbestätigten britischen Zeitungsberichten soll Multimillionär Becker sich bereit erklärt haben, sechs Millionen Mark für seine uneheliche Tochter zu bezahlen. Angela Ermakowa soll demnach zehn Millionen Mark gefordert haben. Sie hoffe, dass die "finanziellen Angelegenheiten" mit Becker nun "in naher Zukunft" geregelt werden könnten, hatte das Londoner Fotomodell nach Beckers Eingeständnis der Vaterschaft erklärt.

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