Brände : Kampf gegen Flammenmeer in Kalifornien

Mehr als tausend Feuer wüten in den Wäldern Nordkaliforniens. Gouverneur Schwarzenegger hat die Nachbarstaaten um Hilfe gerufen. Schon am Wochenende könnten die Brände noch schlimmer werden. Meteorologen kündigen gefährliche Blitze an.

Waldbrände in Kalifornien
Kalifornien: Waldbrände wüten im "Golden State". -Foto: dpa

San FranciscoEin Heer von Feuerwehrleuten kämpft gegen die seit Tagen tobenden Wald- und Buschbrände in Nordkalifornien an. Der Rauch von mehr als tausend Feuern verhüllt den sonst blauen Himmel in weiten Teilen des Westküstenstaates. Tausende Häuser sind von einem Flammenmeer bedroht, das durch Blitze ausgelöst worden war. Hunderte Feuerwehrleute versuchen, die malerische Siedlung Big Sur an dem Küstenhighway zwischen San Francisco und Los Angeles zu retten.

Kollegen aus den Nachbarstaaten Oregon und Nevada sind den Einsatzteams in Kalifornien nach einem Aufruf von Gouverneur Arnold Schwarzenegger zur Hilfe gekommen. Mehr als 50 Löschflugzeuge und -hubschrauber sind in Nordkalifornien im Einsatz, wie die Zeitung "Los Angeles Times" berichtete.

Schwarzenegger warnt vor Feuerwerk

Bislang verkohlten die Feuer den Angaben zufolge mehr als 400 Quadratkilometer Land. Allerdings kämen die Helfer im Kampf gegen das Flammenmeer allmählich voran. Meteorologen warnten jedoch vor neuen Blitzen zum Wochenende. In mehreren Landkreisen seien insgesamt mehr als 2000 Häuser von den Bränden bedroht.

Schwarzenegger besuchte am Mittwoch Brandherde entlang der Küstenstraße bei Big Sur und in Chico. Niemand hätte mit solch einer hohen Zahl von Feuern gerechnet, räumte der Gouverneur ein. Er rief die Kalifornier dazu auf, am Unabhängigkeitstag am 4. Juli auf Feuerwerkskörper zu verzichten. Es ist "einfach zu trocken und zu gefährlich solche Dinge zu tun". Schwarzenegger hatte bereits Anfang Juni einen Trockenheitsnotstand in Kalifornien ausgerufen.

Allein im Bezirk Mendocino wüteten über 130 Brände, Hunderte Anwohner flüchteten vor den Flammen. Nach einer ersten Bilanz wurden aber nur wenige Gebäude zerstört. Nördlich von San Francisco war am Mittwoch feuchtere, kühlere Luft im Anzug. "Es geht schon etwas besser", sagte Wayne Connor von der Behörde für Wald- und Feuerschutz mit Blick auf die Löscharbeiten. (kj/dpa)

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