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Brasilien : Polizei: Mindestens 245 Tote bei Brand in Diskothek

Bei einem Brand in einem Nachtclub im Süden Brasiliens sind in der Nacht zu Sonntag viele Menschen ums Leben gekommen. Offenbar hatte Dämmmaterial in der Decke Feuer gefangen, als während einer Live-Musikshow Pyrotechnik eingesetzt wurde.

Rettungskräfte und Überlebende vor dem ausgebrannten Nachtklub in der südbrasilianischen Stadt Santa Maria, wo in der Nacht zum 26. Januar über 200 Menschen starben.Alle Bilder anzeigen
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27.01.2013 15:13Rettungskräfte und Überlebende vor dem ausgebrannten Nachtklub in der südbrasilianischen Stadt Santa Maria, wo in der Nacht zum...

Die Zahl der Todesopfer nach dem Disco-Brand in Brasilien steigt unaufhörlich. Nach Angaben der Polizei starben mindestens 245 Menschen bei der Feuerkatastrophe in dem Nachtclub „Kiss“ in der Universitätsstadt Santa Maria (Bundesstaat Rio Grande do Sul). Es wurde nicht ausgeschlossen, dass noch mehr Menschen ums Leben kamen. Medien schrieben bereits von bis zu 300 Toten. Zudem wurden 200 Menschen bei dem Unglück verletzt.
Das Feuer entzündete sich nach ersten Erkenntnissen gegen 02.30 Uhr am Sonntag vermutlich nach einer pyrotechnischen Show, die zum Auftritt einer Musikband gehörte. Dabei soll das Dämmmaterial in der Decke in Brand geraten sein. Es entwickelten sich hochgiftige Dämpfe. Unter den Besuchern kam es zu einer Massenpanik. Nicht alle der jungen Menschen schafften es zum Ausgang. Die Diskothek hatte einen Kapazität für bis 2000 Menschen.

Die Feuerwehr war auch am Sonntag früh noch damit beschäftigte, Leichen aus den Trümmern zu bergen. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Opfer noch steigt. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat in Reaktion auf die Meldungen einen Gipfel in Chile vorzeitig abgebrochen. Sie versprach alles nur Mögliche zu tun, um den Angehörigen und Opfern der Tragödie zu helfen.

„Ich möchte den Brasilianern und der Bevölkerung von Santa Maria sagen, dass wir in diesem traurigem Moment zusammenstehen“, erklärte die sichtlich bewegte Staatschefin am Sonntag in Santiago de Chile.
(dpa/Reuters/AFP)

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