Bremen : Kevin starb eines gewaltsamen Todes

Der kleine Kevin aus Bremen ist nach Einschätzung von Rechtsmedizinern eines gewaltsamen Todes gestorben. Einige der Knochenbrüche sollen allerdings erst nach dem Tod des Kindes entstanden sein.

Bremen - Die genaue Todesursache liege noch nicht vor, erklärte Senatssprecher Klaus Schloesser unter Berufung auf Hamburger Gutachter. Die Sachverständigen hatten die Leiche des Jungen noch einmal untersucht, nachdem Bremer Kollegen nicht genau hatten feststellen können, woran der Zweijährige starb. Festgestellt worden waren allerdings mehrere Knochenbrüche und Blutergüsse am Schädel. Die Hamburger Gutachter kamen laut Senatssprecher zu dem Schluss, dass einige Knochenbrüche erst nach dem Tod des Kindes entstanden, als der tatverdächtige Lebensgefährte von Kevins verstorbener Mutter die Leiche in einen Kühlschrank steckte. Dort war die Leiche am 10. Oktober tot gefunden worden.

Kevin stand unter der Vormundschaft des Jugendamtes, lebte aber bei dem drogenabhängigen und vorbestraften 41-Jährigen. Nach Behördenangaben war Kevin vermutlich schon seit Juli tot. Gegen den Mann wird wegen Totschlagsverdachts ermittelt. Ein Bericht der Bremer Justizbehörde hatte dem Jugendamt gravierende Fehler in dem Fall nachgewiesen, ohne die der Junge vermutlich noch leben könnte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Verletzung der Fürsorgepflicht gegen zwei Behördenmitarbeiter. (tso/AFP)

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