Brit Awards : Oasis für Lebenswerk geehrt

Bei den diesjährigen Brit Awards sind die Bands Oasis und Take That ausgezeichnet worden. Die Arctic Monkeys und die US-Gruppe The Killers heimsten gleich zwei Preise ein.

London - Die vier Mitglieder der Indie-Rock-Band Arctic Monkeys bekamen in London einen Brit Award als beste britische Gruppe sowie einen für ihr Album "Whatever people say I am, that's what I'm not". Auch das erfolgreiche Comeback der Ex-Teenie-Band Take That wurde mit einem Brit Award für die Single "Patience" belohnt. Die britische Rockband Oasis wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Die Awards werden von der britischen Phono-Industrie organisiert und gelten als Gegenstück zu den Grammys in den USA.

Die Band Arctic Monkeys wurden ausgezeichnet für den Erfolg ihres Debüt-Albums: Es verkaufte sich so gut wie noch nie ein anderes zuvor innerhalb der ersten Verkaufswoche in Großbritannien. Als beste britische Sängerin bekam Amy Winehouse einen Award, bester männlicher Star wurde James Morrison.

The Killers beste internationale Gruppe

Die Auszeichnungen im Bereich Internationales gingen unter anderem an die US-Gruppe The Killers, die gleich zwei Awards bekamen: Sie wurden beste internationale Gruppe, ihr Album "Sam's town" bestes internationales Album. Als bester internationaler Star wurde Justin Timberlake ausgezeichnet, bei den Frauen war es Nelly Furtado.

Während die vier wiedervereinten Take-That-Mitglieder ihre Auszeichnung für die Single "Patience" entgegennahmen, die wochenlang an der Spitze der Charts gestanden hatte, konnte Ex-Kollege Robbie Williams an der Preisverleihung erst gar nicht teilnehmen. Er hielt sich wegen seiner Tablettenabhängigkeit in einer Entziehungsklinik auf. Den Preis für den besten Live-Auftritt, für den er nominiert war, holte sich schließlich die Rockgruppe Muse.

Die Gruppe Oasis, die immer wieder wegen ihres schlechten Benehmens auffällt, wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Band um die Brüder Noel und Liam Gallagher habe Maßstäbe für viele Rockbands gesetzt, die derzeit in den britischen Charts erfolgreich seien, hieß es zur Begründung. Oasis verkaufte mehr als 50 Millionen Platten weltweit und prägte entscheidend den "Brit Pop".

Enttäuschung für Lily Allen

Enttäuschend verlief die Verleihung unter anderem für die britische Popsängerin Lily Allen, die trotz ihrer vier Nominierungen leer ausging. Die 21-Jährige war durch die Veröffentlichung ihrer Musik auf der Website MySpace zu großer Bekanntheit gelangt und schaffte im vergangenen Jahr mit ihrer Debütsingle "Smile" den kommerziellen Durchbruch. Auch die britische Soulsängerin Corinne Bailey Rae und das Hip-Hop-Musikprojekt Gnarls Barkley gingen leer aus.

Erstmals seit 1989 wagten es die Briten wieder, die Verleihung der Brit Awards live zu übertragen. Damals hatten Samantha Fox und der Schlagzeuger der Gruppe Fleetwood Mac, Mick Fleetwood, einen so peinlichen Auftritt dargeboten, dass anschließend auf Live-Übertragungen verzichtet wurde.

Auch ansonsten gibt es immer mal wieder Zwischenfälle bei der Verleihung. So stürmte 1996 Jarvis Cocker von der Band Pulp die Bühne aus Protest gegen den Auftritt von Michael Jackson die Bühne. Der Skandalrocker Pete Doherty durfte laut Presse in diesem Jahr erst gar nicht kommen: Seine Freundin Kate Moss ist angeblich eifersüchtig auf Lily Allen, die mit Doherty befreundet ist. (tso/AFP)

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