Brösel-Geldscheine : Die Party-Droge war's nicht

Die Ursache schien gefunden. Nach ersten Überprüfungen soll die Party-Droge Crystal Speed aber nun doch nicht für das geheimnisvolle Zerbröseln von Geldscheinen verantwortlich sein.

Mainz - Um Geldscheine in einem Ausmaß wie in den vorliegenden Fällen zu zerstören, sei eine relativ starke Säure wie Schwefelsäure erforderlich, teilte das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz in Mainz mit. Sulfat sei hierfür nicht ausreichend, da es in Verbindung mit Feuchtigkeit nur eine sehr schwache Säure ausbilden könne. Selbst wenn eine Verunreinigung der Droge durch Sulfat vorläge, bliebe eine Zerstörung der Scheine unwahrscheinlich.

Am Wochenende hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, die Ermittlungen zur Herkunft der erstmals im Juni in Deutschland aufgetauchten zerbröselnden Banknoten führten in die Drogenszene. So verwendeten Drogenkonsumenten gern Geldscheine als Unterlage zur Zerkleinerung und zum Schnupfen der Party-Droge Crystal Speed. Nach Einschätzung von Chemikern könnte die vorwiegend in Osteuropa hergestellte Droge mit Sulfaten verunreinigt sein, die in Verbindung mit Körperschweiß zu der aggressiven Säurebildung führten. (tso/ddp)

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