Bundeswehr : Ausbilder von Missbrauchsanklage freigesprochen

Ein Ausbilder der Bundeswehr musste sich vor dem Landgericht München wegen sexuellen Missbrauchs an einer Lehrgangsteilnehmerin verantworten. Die junge Frau verwickelte sich vor Gericht in Widersprüche.

MünchenDer 39 Jahre alte Feldwebel vom Fliegerhorst der Bundeswehr im bayerischen Fürstenfeldbruck wurde heute von der Anklage des sexuellen Missbrauchs einer Soldatin freigesprochen. Er war von der 16 Jahre jüngeren Frau beschuldigt worden, sie im Juni 2006 sexuell bedrängt zu haben. Der Angeklagte hatte die ihm vorgeworfene Tat stets bestritten. Das Liebesspiel sei einvernehmlich gewesen, sagte der 39-Jährige. "Sie hat zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass ihr das nicht gefällt, dass es ihr wehtut oder dass ich aufhören soll."

Laut Anklage hatte die Frau von einem bestimmten Zeitpunkt an klar geäußert, dass sie keine Zärtlichkeiten mehr austauschen wolle. Bei einem Sturz verletzte sie sich am Kopf und wurde ohnmächtig. Dies soll der Ausbilder laut Anklage ausgenutzt und sich an ihr vergangen haben. Ihm wurde sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen, Freiheitsberaubung und Körperverletzung vorgeworfen. Die junge Frau verwickelte sich aber derart in Widersprüche, dass der Vorsitzende Richter ihre Aussage als "nicht nachvollziehbar" bezeichnete. (mit dpa)

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