Welt : Cancún ist zerstört

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Cancún Die Toten durch die Überschwemmungen in Südmexiko nach dem Tropensturm „Stan“ sind noch nicht gefunden, die Zerstörungen durch die Fluten in Chiapas noch lange nicht beseitigt. Und an den Sammelstellen in Mexiko- Stadt werden immer noch riesige Mengen Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung der Oktobersintflut in Laster verstaut. Jetzt wurde Mexiko von einer weiteren Katastrophe getroffen, die das Land so schnell nicht überwinden wird. Hurrikan „Wilma“ hat die wichtigste Tourismusregion Mexikos verwüstet.

Paradiese entstehen durch Naturgewalten. Stürme, Wellen und Meeresströmungen haben die Landschaft der Halbinsel Yucatán gezaubert: kilometerlange schmale Sanddünen, Inseln, Riffs und Lagunen mit ausgedehnten Mangroven – kein Wunder, dass der Tourismus diese Gegend vor 30 Jahren zu einem attraktiven Feriengebiet machte. Doch am Freitag hat die Natur beschlossen, die Landschaft bei Cancún noch einmal zu verändern. Hurrikan „Wilma“ warf gewaltige Wellen gegen den 18 Kilometer langen Dünenstreifen, auf dem die prachtvollen und meist stabil gebauten Hotels errichtet sind. Riesige Wassermassen rollten über die Dünen und vereinigten Meer und Lagunen. Die Touristen waren vor dem Eintreffen des Hurrikans in Sicherheit gebracht worden. Als die Rettungsmannschaften am Sonntag die Schäden besahen, brach Verzweiflung aus. „Cancún ist zerstört“, sagte der mexikanische Admiral Martín Fernández. Die gesamte Infrastruktur in und um Cancún ist zusammengebrochen. Die Schäden sind gewaltig, es gibt weder Strom noch Trinkwasser. Mindestens acht Menschen sind zu Tode gekommen, weil sie die Gefahr verkannten, die von dem Hurrikan ausging. dpa

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