Carla Bruni : Als Präsidenten-Gattin keine Konzerte mehr

Männerverschlingendes Vamp und Model mit Hang zum Exhibitionismus: Carla Bruni hat in der Vergangenheit viel von sich reden gemacht. Damit ist Schluss, zumindest so lange ihr Ehemann Präsident Frankreichs ist. Sogar Livekonzerte werden von der Agenda gestrichen und das gerade jetzt, wo doch ihr neues Album erscheint.

Präsident Sarkozy und Frau bei Fete de la Musique Foto: AFP
Nicolas Sarkozy und Carla Bruni: Mischen sich beim Fest der Musik unters Volk. -Foto: AFP

ParisCarla Bruni-Sarkozy, Sängerin und Ehefrau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, hat in ihrer Zeit als First Lady offenbar Großes vor. Sie wolle "irgendetwas Grundsätzliches machen" das "mit humanitären Aktionen" zu tun habe, sagte Bruni-Sarkozy in einem Interview mit der Zeitung "Libération". Die gebürtige Italienerin bekannte darin zur traditionellen Rolle der Première Dame, die Frankreich und die Franzosen repräsentieren müsse: "Ich würde es nicht wagen, Sachen zu machen, die die Leute schockieren und aus der Tradition herausfallen."

Bruni sprach auch über ihre Doppelrolle als First Lady und Sängerin. "Ich bin mir des Problems meiner Doppelrolle bewusst, das verursacht mir auch Unbehagen", so Madame Sarkozy. Ihre Arbeit als Musikerin ermögliche ihr zwar, die Anforderungen von außen "zu überleben". Dennoch werde sie erst wieder Konzerte geben, wenn ihr Mann nicht mehr Präsident der Republik sei.

Neues Album kommt früher

Das Erscheinungsdatum von Brunis neuem Album "Comme si de rien n'était" ("Als ob nichts wäre") wurde unterdessen um zehn Tage vorverlegt. Die Scheibe solle bereits am 11. Juli in den Handel kommen. Ursprünglich wollte ihre Plattenfirma einen Aufkleber auf ihr neues Album kleben mit der Aufschrift: "Sie können Carla Bruni lieben, ohne ihren Mann zu lieben".

Die Sängerin, die in den 90er Jahren zu den bestbezahlten Models der Welt gehört hatte, landete mit ihrem ersten Album vor gut sechs Jahren auf Anhieb einen Erfolg. "Quelqu'un m'a dit" verkaufte sich rund zwei Millionen Mal, davon etwa 800.000 Mal außerhalb Frankreichs. Ihr zweites Album, "No Promises", von Anfang 2007 blieb mit 380.000 verkauften Stück weit dahinter zurück.

Auftritt beim Fest der Musik

Wie gut sie die Rolle der First Lady beherrscht, demonstrierte Carla Bruni am Samstag beim traditionellen Fest der Musik: Sie und ihre Gatte mischten sich volksnah unter ihre Landsleute. Betont leger ohne Krawatte und mit offenem Hemdkragen schüttelte der Präsident bei strahlendem Sonnenschein unermüdlich Hände, seine Ehefrau tat es ihm nach. (sgo/dpa/AFP)

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