• Chile: Rettung der Bergleute dauert Monate Durch Schacht Wasser und Nahrung geschickt

Welt : Chile: Rettung der Bergleute dauert Monate Durch Schacht Wasser und Nahrung geschickt

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Berlin - Weihnachten könnte es werden, bis die in Chile verschütteten 33 Bergleute Rettung erreicht. Doch solange ausreichend Sauerstoff durch einen schmalen Spalt dringt und die Kumpel mit Wasser und Nahrung versorgt werden, können die Bergarbeiter nach Einschätzung von Experten mehrere Monate lang in 700 Metern Tiefe überleben. Allerdings sagt das noch nichts über die Auswirkungen eines monatelangen Ausharrens ohne Licht und auf engstem Raum.

Die geologischen Gegebenheiten sind nach einer vorsichtigen Ferneinschätzung eines Wissenschaftlers des Geoforschungszentrums in Potsdam eher günstig. Die Anden liegen in einer tektonisch aktiven Zone. Die Ozeanische Platte schiebt sich hier unter die Südamerikanische Platte. Dadurch sind die Anden zwar vulkanisches Gebiet, die Mine jedoch liegt offenbar noch im nicht vulkanischen Bereich. Vielmehr liegt sie auf der hochgeschobenen Platte, was durch die Anhebung eine Kühlung bewirkt. Somit ist die Temperatur unter Tage aushaltbar. Am Dienstag wurde sie mit 36 Grad Celsius angegeben. Auch zum Winter hin werden sich die Temperaturen dort unten offenbar nicht wesentlich ändern.

Am Montag, nach 18 Tagen unter Tage, konnte ein Rettungsteam frisches Wasser, Medikamente, Nahrung und ein Funktelefon durch einen Schlauch, der durch den nur wenige Zentimeter breiten Schacht geschoben wurde, in die Tiefe schicken. Die Männer sollen über einen noch zu bohrenden Schacht herausgeholt werden. Warum das Monate dauern soll, erläutert der Experte mit einem naheliegenden Vergleich: „Die Bohrung für einen 700 Meter langen Straßentunnel durch festes Gestein dauert auch Monate.“ Schon an der Oberfläche müsse die Bohrung abgestützt werden, „wie viel mehr ein Stollen in die Tiefe“. mit dpa

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